Der DFB plant Geldstrafen für Spielverzögerungen in Bundesliga und 2. Bundesliga, je nach Länge der Unterbrechungen.
DFB einigt sich auf Geldstrafen für Spielverzögerungen

Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) und das DFB-Präsidium haben sich nach den Fanprotesten im Investorenstreit auf eine einheitliche Linie zur Bestrafung der Spielverzögerungen in Bundesliga und 2. Bundesliga geeinigt.
Das Gremium werde «maßvolle und je nach Liga und Länge der Spielunterbrechungen abgestufte Geldstrafen beim DFB-Sportgericht beantragen», hieß es in einer Mitteilung des DFB. Die ersten Strafanträge an die Vereine sollen in den kommenden Tagen verschickt werden.
Die Fans protestierten wochenlang auf den Rängen mit Flummis, Tennisbällen und Schokotalern gegen den geplanten Einstieg eines Investors bei der Deutschen Fußball Liga (DFL). Der Deal platzte letztendlich – auch aufgrund des zunehmenden Drucks seitens der Anhänger.
Kontrollausschuss kündigt pauschale Strafen an
«Es war von vornherein klar, dass wir keine Flummis und Tennisbälle zählen, sondern mit Pauschalbeträgen arbeiten werden, so wie wir es bei vergleichbaren Fällen in der Vergangenheit auch getan haben», sagte Anton Nachreiner als Vorsitzender des DFB-Kontrollausschusses. An einem friedlichen Protest sei nichts auszusetzen. «Aber Gegenstände, die in den Innenraum fliegen, können dort befindliche Personen gefährden, und Unterbrechungen stehen einem reibungsfreien Ablauf des Spielbetriebs entgegen.»
Bundesligavereine müssen – abhängig von der Dauer der Unterbrechung – Strafen in Höhe von 10.000 bis 50.000 Euro zahlen. In der 2. Liga (5000 bis 30.000 Euro) und der 3. Liga (2500 bis 15.000 Euro) sind die Beträge geringer. Wenn das Werfen von Gegenständen nicht zu einer Spielunterbrechung führt, sollen pauschal Strafen in Höhe von 5000 Euro (Bundesliga), 2500 Euro (2. Bundesliga) und 1250 Euro (3. Liga) verhängt werden.








