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Formel-1-Fahrer kritisieren XXL-Kalender

Als Fernando Alonso in der Formel 1 anfing, gab es noch 17 Grand Prix. In dieser Saison ist der Kalender auf 24 Rennen angewachsen – so viele wie nie. Die Fahrer schütteln mit dem Kopf.

Fernando Alonso und Max Verstappen sind keine Fans vom XXL-Kalender der Formel 1.
Foto: Asanka Brendon Ratnayake/AP/dpa

Der Rekordkalender der Formel 1 mit 24 Grand Prix sorgt bereits zu Beginn der Saison für viel Unmut bei den Fahrern.

«Ich habe schon jetzt das Gefühl, dass wir das Limit an Rennen weit überschritten haben», kritisierte Weltmeister Max Verstappen (26) von Red Bull schon vor dem ersten Rennen des Jahres in Bahrain. «Ich weiß natürlich, dass ich noch sehr jung bin, aber ich weiß auch, dass ich 24 Rennen nicht noch zehn Jahre lang machen werde.»

Stefano Domenicali, Geschäftsführer der Formel 1, hat 24 Grand Prix als angemessen für die absehbare Zukunft bezeichnet. Er hat auch bereits angedeutet, dass die boomende Rennserie möglicherweise sogar mehr als 30 Veranstaltungen haben könnte, da das Interesse der Veranstalter so groß ist.

Hamilton: «Qualität gegenüber der Quantität»

Rekordweltmeister Lewis Hamilton (39) verwies in der Debatte auf den Konflikt zwischen «Qualität gegenüber der Quantität». Man müsse «auch an die Auswirkungen denken, die wir auf die Welt haben», bemerkte der Mercedes-Pilot. «Je mehr Rennen wir veranstalten, umso mehr reist dieser ganze Zirkus überallhin. Nachhaltigkeit sollte im Mittelpunkt der Entscheidungen stehen.»

Nach den Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien ist der Formel-1-Zirkus an diesem Wochenende nach Melbourne gereist, um am Grand Prix von Australien teilzunehmen.

«Wir sind jetzt schon bei 24 und das ist nicht nachhaltig, für niemanden», kritisierte Aston-Martin-Fahrer Fernando Alonso (42) mit Blick auf den vollen Rennkalender. Der zweimalige Weltmeister hatte 2001 sein Formel-1-Debüt gegeben, damals wurden noch 17 Grand Prix gefahren.

dpa