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Forsbergs Abschieds-Tor: Leipzig besiegt Bern

Für RB Leipzig und Bern ging es im letzten Gruppenspiel der Champions League um nichts mehr. Das merkte man dem Spiel lange an, ehe es in der zweiten Halbzeit so richtig Fahrt aufnahm.

Wird RB Leipzig wohl in Richtung New York verlassen: Emil Forsberg.
Foto: Jan Woitas/dpa

Emil Forsberg hat RB Leipzig im letzten bedeutungslosen Gruppenspiel der Champions League mit seinem Abschiedsgeschenk zum Sieg geführt.

Forsberg erzielte in der 56. Minute gegen Young Boys Bern das 2:1 (0:0)-Endresultat und wurde von den 43.331 Fans in seinem wahrscheinlich letzten Champions-League-Auftritt gefeiert. Die offizielle Bestätigung von Forsbergs Wechsel nach New York steht noch aus, soll jedoch noch in dieser Woche erfolgen. Zuvor trafen Benjamin Sesko (51.) für Leipzig und Ebrima Colley (53.) für Bern.

Sportlich war vor dem Spiel bereits alles entschieden. RB Leipzig war bereits als Zweiter der Gruppe G für das Achtelfinale qualifiziert und der Schweizer Meister wird als Dritter in der Europa League weitermachen. Die Auslosung für die K.o.-Runde der Champions League findet am Montag in Nyon statt.

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Im Vergleich zum Sieg in Dortmund hat Trainer Marco Rose seine Startelf auf acht Positionen verändert. Der Schwerpunkt lag dabei auf Peter Gulacsi, der erstmals seit seinem Kreuzbandriss im Oktober 2022 wieder im Tor bei einem Heimspiel stand. Der ungarische Nationalspieler führte außerdem die Mannschaft als Kapitän auf das Feld.

Die Stars und Top-Scorer Loïs Openda und Xavi Simons wurden freigestellt und kamen erst in der letzten Viertelstunde zum Einsatz, als sich Forsberg unter großem Applaus verabschiedete. Im offensiven Mittelfeld bekam der Liverpool-Leihspieler Fabio Carvalho eine Chance, hinten links verteidigte Christopher Lenz. Im Angriff sollten Benjamin Sesko und Yussuf Poulsen die Berner Abwehr, angeführt von dem ehemaligen Berliner Fabian Lustenberger, vor Probleme stellen.

In den ersten Minuten gelang das auch. Bereits nach sechs Minuten spielte Forsberg den Ball zu Sesko, der Slowene umspielte seinen Gegenspieler mit einer Pirouette und schob den Ball ins lange Eck. Die Freude dauerte jedoch nur etwas mehr als eine halbe Minute, denn Sesko befand sich deutlich im Abseits.

Schaulaufen mit überschaubrem Niveau

Anschließend sank das Spielniveau dramatisch. Ungenaue Pässe, mangelnde Kreativität, Probleme bei der Abstimmung und Fouls prägten das Geschehen. Die Gäste hatten die beste Chance, in der ersten Halbzeit in Führung zu gehen, fast zwangsläufig nach einem Standard. Nach einer Ecke von Filip Ugrinic (21.) köpfte Cheikh Niasse den Ball und Gulacsi verhinderte mit einer starken Parade den Rückstand.

Leipzig blieb vorne erstaunlich harmlos und schoss in der ersten Halbzeit kein einziges Mal auf das Tor. Nach der Pause änderte sich das. Wieder vergingen sechs Minuten, wieder traf Sesko – diesmal wurde es gezählt. Der 20-Jährige ließ seinen Gegenspieler mit einem einfachen Trick ins Leere laufen und schoss den Ball aus kurzer Distanz in den Winkel.

Der Bann wurde gebrochen – auch für Bern. Nur zwei Minuten später ließ Castello Lukeba den Ball durch, Jean-Pierre Nsame brach auf dem rechten Flügel durch und spielte in der Mitte zu Colley.

Nur drei Minuten später schoss Forsberg erneut mit links und traf präzise ins lange Eck. Es ist höchstwahrscheinlich sein letztes Tor in der Champions League für RB Leipzig. Es wird berichtet, dass der 32-Jährige im Winter zum Schwesterclub in New York wechseln wird. Dort wird Forsberg, der seit 2015 in Leipzig spielt, einen gut bezahlten Vertrag bis 2027 erhalten, den man ihm bei RB nicht mehr geben wollte.

dpa