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Frankreich erreicht Finale der Handball-EM und entthront Titelverteidiger Schweden

Olympiasieger Frankreich setzt sich in dramatischem Halbfinale gegen Schweden durch und spielt um Gold gegen Dänemark oder Deutschland.

Elohim Prandi (l) rettete die Franzosen mit einem Freiwurf in letzter Sekunde in die Verlängerung.
Foto: Tom Weller/dpa

Frankreich, der Olympiasieger, hat das Finale der Handball-Europameisterschaft erreicht und den Titelverteidiger Schweden entthront, indem sie eine beeindruckende Leistung gezeigt haben.

Der dreifache Europameister gewann in Köln ein aufregendes Halbfinale mit 34:30 (27:27, 17:11) in der Verlängerung und wird am Sonntag gegen den Gewinner des Spiels zwischen Weltmeister Dänemark und EM-Gastgeber Deutschland um die Goldmedaille antreten.

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Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase erzielte der Rekord-Weltmeister aus Frankreich einen 7:0-Lauf vom 3:4 zum 10:4. Während dieser Phase konnten die Schweden knapp neun Minuten lang keinen Treffer erzielen, da sie immer wieder am starken französischen Torhüter Samir Bellahcene vom deutschen Rekordmeister THW Kiel scheiterten.

Die Skandinavier, die vor zwei Jahren ihren fünften EM-Titel gewonnen hatten, versuchten vergeblich, den Rückstand aufzuholen. Frankreich beherrschte das Spiel und ließ den Rekord-Champion dank einer starken Verteidigung bis zur Halbzeitpause nie näher als auf vier Tore herankommen.

Im Angriff zeigte sich erneut Linksaußen Hugo Descat mit acht Toren als treffsicherster Schütze der Franzosen, die in der Vorrunde die deutsche Mannschaft besiegt hatten. Felix Claar (8) vom Champions-League-Sieger SC Magdeburg war der beste Torschütze für die Schweden, die nach dem Wechsel neue Hoffnung schöpften. Nach einem 7:1-Lauf war das Spiel beim 18:18 (40.) plötzlich wieder offen.

Prandi rettet Frankreich in die Verlängerung

Es entwickelte sich ein ausgeglichenes Duell, bei dem der schwedische Torwart Andreas Palicka eine immer größere Rolle spielte. Der 37-Jährige, der früher lange Zeit für den THW Kiel und die Rhein-Neckar Löwen in der Bundesliga spielte, parierte 15 Würfe der Franzosen.

Mit Ablauf der regulären Spielzeit wähnte sich Schweden beim 27:26 schon im Finale, doch es gab noch einen direkten Freiwurf für Frankreich. Den verwandelte Elohim Prandi und rettete die «Équipe Tricolore» damit in die Extra-Zeit, wo den Schweden die Puste ausging.

dpa