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Freiburg hält Anschluss an Europapokalplätze

Aus einem 2:0 für den SC Freiburg im Duell mit der TSG 1899 Hoffenheim wird ein 2:2. Doch am Ende feiert der Gastgeber, obwohl er das Spiel zu zehnt beendet.

Freiburgs Vincenzo Grifo glänzte gegen Hoffenheim mit einem Tor und einer Vorlage.
Foto: Philipp von Ditfurth/dpa

Dank Vincenzo Grifo und Roland Sallai konnte der SC Freiburg den erwarteten Heimsieg zum Beginn der Rückrunde in der Fußball-Bundesliga sichern. Das spannende Baden-Duell gegen die TSG 1899 Hoffenheim endete mit einem 3:2 (1:0) Sieg für die Freiburger, wodurch sie den Anschluss an die Europapokalplätze halten konnten.

In seinem 250. Einsatz für die Freiburger zeigte Grifo seine Klasse, indem er den Treffer von Lucas Höler (36. Minute) vorbereitete und selbst ein Tor erzielte. Vor 33.600 Zuschauern gelang dem Offensivspieler mit einer geschickten Aktion das zwischenzeitliche 2:0 (55.).

In der aufregenden zweiten Halbzeit war das jedoch noch nicht genug für den Erfolg: Wout Weghorst (57.) und Maximilian Beier (77.) sorgten für den vorübergehenden Ausgleich. Aber Sallai ließ die Gastgeber schließlich doch noch jubeln (85.). Kurz zuvor hatte Verteidiger Manuel Gulde auf Seiten des Sport-Clubs Gelb-Rot gesehen (82.). Die Freiburger bauten ihren Vorsprung in der Tabelle auf den badischen Rivalen mit ihrem Erfolg um vier Punkte aus.

Der fortgesetzte Protest der Fanszene in deutschen Fußballstadien gegen den geplanten Einstieg von Investoren bei der Deutschen Fußball Liga (DFL) führte zu Beginn zu einer ungewohnten Stimmung: Im Gegensatz zu den Freiburgern beteiligten sich die Hoffenheimer nicht am Boykott der Stimmung und waren dadurch deutlich durch Murmeln und teilweise Pfiffe zu hören. Nach zwölf Minuten bestimmten dann die Heimfans die Atmosphäre. Es wurden jedoch zunächst Gegenstände in den Freiburger Strafraum geworfen und es erklangen Schmähgesänge gegen die DFL im Stadion.

Kramaric verpasst Chance zur TSG-Führung

Nach einer kurzen Unterbrechung des Spiels, bei der die Ordner den Rasen wieder frei machten, bekam Hoffenheims Andrej Kramaric wenige Meter vor dem Tor die erste große Chance und beste Gelegenheit für die Gäste in der ersten Halbzeit. Sein Schuss war jedoch zu schwach und kein Problem für SC-Keeper Noah Atubolu (17.).

Kurz danach zwang Vincenzo Grifo, auf der anderen Seite, Hoffenheims Torhüter Oliver Baumann mit einem Schlenzer zur Parade. Es war ein besonderes Spiel für beide Spieler gegen ihre ehemaligen Vereine: Baumann bestritt sein 350. Pflichtspiel im TSG-Trikot – Grifo sein 250. Pflichtspiel für den Sport-Club.

Der offensive Mittelfeldspieler spielte eine entscheidende Rolle bei der Führung der Freiburger. Der Jubel nach dem Tor wurde jedoch zunächst abrupt gestoppt, da das Schiedsrichtergespann um Sascha Stegemann auf Abseits entschieden hatte. Erst nach dem Videobeweis durften die Gastgeber die Führung feiern – Hölers Direktabnahme nach Grifos Flanke wurde doch gezählt. Nur drei Minuten später hätte Höler sogar erhöhen können. Doch zur Pause blieb es bei der knappen Freiburger Führung.

Nur kurze Freude über Zwei-Tore-Vorsprung

Florian Grillitsch von Hoffenheim, der wie bereits beim 0:3 gegen die Bayern in der Abwehr spielte, verursachte knapp zehn Minuten nach der Halbzeitpause einen Ballverlust im Spielaufbau, was zum nächsten Freiburger Treffer führte. Grifo überlistete die Hoffenheimer Verteidigung und verwandelte ins lange Eck. Die Freude über den Zwei-Tore-Vorsprung war jedoch nur von kurzer Dauer. Weghorsts Anschlusstreffer nach einem Zusammenspiel mit Maximilian Beier sorgte sofort wieder für Spannung und eine teilweise wilde zweite Hälfte.

Hoffenheims Trainer Pellegrino Matarazzo hatte die Absicht, mit einem Dreifach-Wechsel für weitere Belebung zu sorgen. Und die Gäste konnten tatsächlich mehr Druck entwickeln. Beier sorgte auf beeindruckende Weise für den Ausgleich. Jedoch erzielte Sallai den umjubelten Schlusspunkt.

dpa