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Freiburgs Traum vom Viertelfinale geplatzt

Letztes Jahr Juventus, dieses Mal West Ham. Mehr als das Achtelfinale ist für Freiburg auf der europäischen Bühne derzeit nicht drin. Dabei war die Ausgangslage so gut.

Für den SC Freiburg ist die Europa-League-Saison beendet.
Foto: Nigel French/PA Wire/dpa

Der Traum vom ersten Viertelfinale im Europacup für Freiburg ist abrupt geplatzt. Der Sport-Club hat seine gute Ausgangsposition mit einem klaren 0:5 (0:2) gegen West Ham United verspielt und ist wie im Vorjahr im Achtelfinale der Europa League ausgeschieden.

Die Freiburger hatten nach dem 1:0 im Hinspiel gehofft, den großen Coup gegen den Conference-League-Sieger der vergangenen Saison zu landen, aber am Ende erlitten sie ihre höchste Niederlage auf internationaler Ebene.

Lucas Paqueta (9. Minute) und Jarrod Bowen (32.) haben die Hammers mit ihren Toren bereits in der ersten Halbzeit auf Kurs Viertelfinale gebracht, Aaron Cresswell (52.) und zweimal Mohammed Kudus (77. und 85.) haben alles klar gemacht. Die Niederlage der Freiburger ist auch ein Rückschlag für die deutschen Hoffnungen im Kampf um einen fünften Champions-League-Platz. Schließlich kämpfen Deutschland und England derzeit hinter den führenden Italienern um den zweiten Platz in der UEFA-Jahreswertung, der einen weiteren Startplatz berechtigen würde.

Freiburger Defensive zu Fehler-anfällig

«Einfach rausgehen und für unsere Möglichkeiten ein gutes Spiel machen. Dann haben wir eine Chance», lautete die Marschroute von Freiburgs Trainer Christian Streich. Doch die Breisgauer erwischten nicht ihren besten Abend bei Nieselregen im London Stadium, waren gerade in der Defensive zu Fehler-anfällig. Das wurde vom Tabellensiebten der Premier League eiskalt bestraft. Die Londoner hatten sich bereits in der Gruppenphase mit zwei Siegen gegen die Freiburger durchgesetzt.

In der Anfangsphase des Spiels gelang es nicht, die Gastgeber vom Tor fernzuhalten. Die vierte Ecke der Gastgeber führte zum ersten Gegentor, als Tomas Soucek den Ball per Kopf verlängerte und Paqueta am zweiten Pfosten nur noch einschieben musste. Die Freiburger antworteten mit einer Chance von Roland Sallai, der jedoch knapp daneben schoss (10.).

SC zu selten gefährlich

Es kam jedoch nichts weiter, stattdessen setzte West Ham weiter Druck. Kudus hätte bereits in der 18. Minute erhöhen können. Dies übernahm dann Bowen, der SC-Kapitän Günter den Ball am Strafraum wegnahm und mit einem kräftigen Schuss Torhüter Noah Atubolu keine Chance ließ. Erst danach wurden die Freiburger – unterstützt von 2400 mitgereisten Fans – etwas präsenter. Maximilian Eggestein (38.) und Vincenzo Grifo (40.) sorgten für etwas Torgefahr.

Der Auftritt gefiel Langzeit-Trainer Streich nicht, der in der nächsten Woche eine Entscheidung über seinen möglichen Verbleib über das Saisonende hinaus angekündigt hatte. Daher brachte er in der zweiten Halbzeit den Edeljoker Michael Gregoritsch, der bereits im Hinspiel und auch gegen Racing Lens von der Bank kam und jeweils den Siegtreffer erzielte.

Die defensiven Probleme konnten jedoch nicht behoben werden. Erneut nutzte West Ham eine Unachtsamkeit des Bundesligisten, als Cresswell nach einer Vorlage von Bowen aus halblinker Position traf. Anschließend brachten die Gastgeber den Vorsprung sicher ins Ziel. Kudus erhöhte sogar in der Schlussphase die Niederlage der Freiburger, was jedoch nicht dem Spielverlauf entsprach.

dpa