Lothar Matthäus und Philipp Lahm äußern scharfe Kritik an Julian Nagelsmanns Entscheidung, den WM-Kader nur zwei Tage vor dem DFB-Pokalfinale bekannt zu geben. Beide Weltmeister befürchten negative Auswirkungen auf die betroffenen Spieler.
Fußballlegenden äußern Bedenken zur Kadernominierung von Nagelsmann

Bundestrainer Julian Nagelsmann sieht sich mit Kritik von ehemaligen Weltmeistern konfrontiert, die den Zeitpunkt der Bekanntgabe des WM-Kaders als problematisch erachten.
Kritik an der Kadernominierung
Die Entscheidung von Nagelsmann, den Kader für die bevorstehende Weltmeisterschaft am 21. Mai bekanntzugeben, zwei Tage vor dem DFB-Pokalfinale, stößt auf Widerstand. Lothar Matthäus und Philipp Lahm äußern Bedenken hinsichtlich dieser Terminwahl.
Der DFB-Coach hatte den ursprünglichen Termin vom 12. Mai auf den 21. Mai verschoben, um die letzten Eindrücke vom Bundesliga-Spieltag zu berücksichtigen. Matthäus sieht in dieser Entscheidung jedoch eine potenzielle Belastung für die betroffenen Spieler.
Matthäus und Lahm kritisieren den Termin
„Wir haben zwei Tage später ein Pokal-Endspiel, da spielt Stuttgart gegen Bayern. Wie kann ich diese Kadernominierung zwei Tage davor machen, wo ich ganz sicher zwei, drei Spielern wehtun muss, die sich Hoffnungen auf diese Weltmeisterschaft machen?“
Diese Aussage stammt von Matthäus, der im WM-Sonderheft der „Sport Bild“ seine Bedenken äußerte. Er betont, dass die psychologischen Auswirkungen auf die Spieler nicht zu unterschätzen seien.
Psychologische Auswirkungen
Lahm stimmt Matthäus zu und hebt hervor, dass die Nominierung für nicht berücksichtigte Spieler zu erheblichen Enttäuschungen führen kann. Der Weltmeister von 2014 erklärte: „Jetzt kann man sagen, wir sind Profis. Aber es macht ja trotzdem was mit den Spielern.“
Matthäus fügte hinzu: „Ich finde das psychologisch auf jeden Fall nicht unbedingt gut terminiert. Die Festlegung der Termine sollte sich auch ein bisschen nach dem Spielplan der Vereine richten, die Nationalspieler haben und an dem Tag oder einen Tag später ein wichtiges Spiel haben.“
Alternative Vorschläge
Matthäus schlägt vor, die Kadernominierung nach dem Pokal-Endspiel am 24. Mai durchzuführen, um den Spielern die Möglichkeit zu geben, sich in einem wichtigen Spiel zu präsentieren. Er betont, dass diese Terminierung seit längerem ein störendes Thema für ihn ist.
Die Diskussion um die Kadernominierung wirft Fragen zur Planung und den psychologischen Aspekten im Profifußball auf. Die Meinungen von Matthäus und Lahm verdeutlichen die Komplexität, die mit solchen Entscheidungen verbunden ist.
Quellen: t-online
Bildquelle: Steffen Prößdorf via Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)








