Mobiles Menü schließen
Startseite Schlagzeilen

Geiger holt Bronze bei WM – Riiber «der Beste aller Zeiten»

Einen Tag nach Silber im Mixed-Team gewinnt Kombinierer Geiger seine zweite Medaille in Trondheim. Komplett glücklich ist er aber nicht. Ein Norweger gewinnt schon seinen zweiten Titel in Trondheim.

Vinzenz Geiger (r) hat seine zweite Medaille in Trondheim gewonnen.
Foto: Hendrik Schmidt/dpa

Super-Kombinierer Jarl Magnus Riiber kämpfte nach seinem Gold-Triumph mit den Tränen, Bronzegewinner Vinzenz Geiger freute sich gedämpft. Geiger bescherte dem deutschen Kombi-Team nach Silber im Mixed die zweite Medaille bei den Weltmeisterschaften in Norwegen. Der Olympiasieger haderte aber auch ein wenig mit dem verpassten Titel.

Geiger adelt Riiber

«Ich bin ein Typ, der Gold auch holen will. In erster Linie ärgert es mich schon», sagte Geiger. «Die Bronzemedaille nehme ich aber gerne mit.» Zu Riiber, der an einer chronischen Darmerkrankung leidet und seine Karriere nach dieser Saison beendet, sagte er anerkennend: «Es gibt keine Diskussionen, er ist der Beste aller Zeiten. Ich freue mich immer, wenn ich ihn ärgern kann.» Heute gelang es ihm nicht.

Geiger verlor auch gegen den Zweitplatzierten Norweger Jens Luraas Oftebro. Der Deutsche Skiverband protestierte, da aus ihrer Sicht Oftebro nicht regelkonform gehandelt hatte. Der Protest wurde jedoch abgelehnt.

Geigers Oberstdorfer Teamkollege Schmid lief auf den vierten Platz. «Ich kann mir nichts vorwerfen», betonte er und äußerte sich ebenfalls sehr anerkennend über den Sieger, der tags zuvor auch schon das Mixed-Quartett zu Gold geführt hatte. «Er hat voll die Nerven behalten – einfach nur faszinierend», sagte er. Riibers Teamkollegen feierten den 27-Jährigen mit einem Spalier und La Ola.

Riiber als Führender in den Langlauf gestartet

Bereits nach dem Skispringen führte der Topfavorit Riiber und wurde von Tausenden Fans im Granasen Skisenter bejubelt. Aufgrund des Compact-Formats mit festen Zeitabständen war jedoch noch vieles offen.

Schmid begann als Dritter zwölf Sekunden hinter dem besten Kombinierer der vergangenen Jahre nach einem Sprung von der Normalschanze. Geiger, für den es die sechste Medaille bei Weltmeisterschaften war, startete als Sechster 26 Sekunden hinter dem Führenden ins 7,5 Kilometer lange Langlaufrennen. «Ich glaube, es wird ein geiles, enges Rennen», sagte Schmid nach dem Skispringen. Er sollte Recht behalten mit seiner Rennprognose.

Enges Rennen mit starker Spitzengruppe

Schmid startete schnell und übernahm früh den zweiten Platz. Nach der Hälfte der Strecke zog der 25-Jährige mit Riiber gleich. Er war nicht allein: Es bildete sich eine größere Führungsgruppe, zu der auch Geiger gehörte. Riiber war dennoch keineswegs schwach, sondern wirtschaftete seine Kräfte gut. Im Endspurt ließ er seinen Konkurrenten keine Chance.

«Über den dritten Platz kann man sich sehr freuen», sagte Bundestrainer Eric Frenzel. Man habe aber durchaus mit einem noch «glücklicheren Ende» geliebäugelt.

dpa