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Gose Sechste bei WM-Show – Köhlers «Achterbahn der Gefühle»

Isabel Gose hat bei einer großen Schwimmshow im Rennen um das Podest keine Chance. Angelina Köhler fehlen in ihrem letzten Einzelrennen dieser WM nur wenige Hundertstelsekunden zu Bronze.

Isabel Gose hat über 800 Meter Freistil den sechsten Platz belegt.
Foto: Vincent Thian/AP/dpa

Isabel Gose konnte in einem aufregenden WM-Rennen nicht um die Medaillen kämpfen. Die 23-Jährige landete auf dem sechsten Platz, während Katie Ledecky, Lani Pallister und Summer McIntosh über 800 Meter Freistil brillierten. Die drei Schwimmerinnen waren von Anfang an in Führung und in ihrer eigenen Liga.

Am Ende gewann die US-Amerikanerin Ledecky in 8:05,62 Minuten knapp vor der Australierin Pallister und der Bronzemedaillengewinnerin McIntosh aus Kanada. Gose beendete das Rennen nach 8:18,23 Minuten.

«Ich wusste schon, dass sie schnell unterwegs sein werden. Es war dann nur die Frage, wer das Ding gewinnt», sagte Gose. «Dass sie deutlich schneller sind, war eigentlich von vorneherein klar.» Über ihre eigene WM, bei der sie Gold mit der Freiwasser-Staffel, aber keine Medaille im Becken gewonnen hat, sagte sie: «Es war, glaube ich, eine sehr lehrreiche WM. Ich bin jetzt aber auch froh, wenn meine Sommerpause ansteht, man sich wieder sortieren und dann frisch in die neue Saison starten kann.»

Köhler fehlen sieben Hundertstelsekunden zu Bronze

Angelina Köhler verpasste zuvor knapp eine überraschende Medaille. Die 24-Jährige landete im Finale über 50 Meter Schmetterling auf dem vierten Platz. Mit ihrer deutschen Rekordzeit von 25,50 Sekunden fehlten Köhler sieben Hundertstelsekunden zu Bronze.

«Das ist halt der leidige 50er. Das ist halt so. Gestern hatte ich Glück, heute bin ich super geschwommen», sagte Köhler mit Blick auf das knappe Ergebnis auf der Sprintstrecke. Tags zuvor hatte sich die Berlinerin mit nur einer Hundertstelsekunde Vorsprung auf Rang neun den letzten Finalplatz gesichert.

Köhler: «Ein versöhnlicher Abschluss»

«Ich bin super zufrieden. Ich bin vorne mit dabei, ich bin dran», sagte sie nun. «Das ist für mich ein versöhnlicher Abschluss.» Köhler blickte auf eine bewegte Woche zurück. Nachdem sie als Titelverteidigerin Sechste über 100 Meter Schmetterling geworden war, waren Tränen geflossen. 

Köhler erholte sich jedoch. «Die Woche war eine Achterbahn der Gefühle. Es war unfassbar schwer. Ich musste unfassbar viel an mir arbeiten», sagte sie. «Mental war das ein Mount-Everest-Aufstieg, den ich da gemeistert habe.»

Die Rückenschwimmerin Lise Seidel absolvierte in Singapur das bisher größte Rennen ihrer Karriere. Im Finale über 200 Meter erreichte die 18-Jährige, die zum ersten Mal an einer WM teilnahm, den achten Platz. Schon die Qualifikation für das Finale war eine Überraschung. Die deutsche 4×100 Meter Freistil Mixed-Staffel mit Josha Salchow, Rafael Miroslaw, Nina Holt und Nina Jazy belegte den achten Platz.

dpa