Das hatte kaum einer erwartet: Die 18. Tour de Ski der Langläufer endet mit einem deutschen Podestplatz. Friedrich Moch erinnert mit seiner Leistung an die goldenen Zeiten der deutschen Männer.
Große Überraschung: Friedrich Moch Tages- und Gesamt-Zweiter

15 Jahre nach Axel Teichmann hat ein weiterer deutscher Langläufer das Podest der renommierten Tour de Ski erreicht. Friedrich Moch belegte auf der letzten von sieben Etappen auf der Alpe Cermis den zweiten Platz und wurde somit Gesamtzweiter.
Im Jahr 2009 gelang es dem heutigen Trainer Teichmann zuletzt, den dritten Platz zu erreichen. Der Norweger Harald Oestberg Amundsen wurde Gesamtsieger der Tour. Lukas Bögl belegte den 17. Platz.
Moch fuhr mit einem unglaublichen Tempo den Berg hinauf und überholte bereits in den ersten Metern die führende Gruppe, die mit Steigungen von bis zu 28 Prozent konfrontiert war. Nur der spätere Tagessieger Jules Lapierre aus Frankreich konnte ihm folgen und überquerte die Ziellinie 2,4 Sekunden vor dem 23-jährigen Deutschen aus Isny. Moch konnte einen Rückstand von knapp 28 Sekunden auf den Tour-Sieger Amundsen aufholen, aber der große Rückstand von über 1:30 Minuten war nicht mehr aufzuholen.
Finalwochenende ohne Teamchef Schlickenrieder
Moch sicherte sich den zweiten Platz bei der Tour de Ski mit einer äußerst starken und vor allem ausgeglichenen Leistung auf den Distanz-Etappen in beiden Stilarten. Nur im Sprint verlor die größte deutsche männliche Langlauf-Hoffnung die entscheidende Zeit am Ende.
Deutschlands Starterinnen und Starter mussten das Finalwochenende ohne ihren Teamchef Peter Schlickenrieder bestreiten. Schlickenrieder wurde die Akkreditierung entzogen, da er beim Verfolgungsrennen unter schwierigen Bedingungen seine Ski quer auf die Strecke gestellt hatte, um das Material der deutschen Athleten von der Schneelast zu befreien. Am Freitag teilte Schlickenrieder über Instagram mit, dass er sein Team an den Sportlichen Leiter Andreas Schlütter übergibt.








