Skeleton-Olympiasieger Grotheer führt knapp vor Weston, Neise kämpft um Titel gegen Clarke und Stoecker. Enge Entscheidungen erwartet.
Spannende Titelkämpfe in Winterberg: Grotheer und Neise auf Goldkurs

Christopher Grotheer führt zur Halbzeit der Weltmeisterschaft, während Hannah Neise nur knapp hinter dem Titel liegt. Die beiden Skeleton-Olympiasieger aus Peking sind voller Hoffnung für den zweiten Tag der Heim-Weltmeisterschaften in Winterberg.
Der Grotheer, der für den BRC Thüringen startet, hat einen Vorsprung von vier Hundertstelsekunden vor dem Titelverteidiger Matt Weston aus Großbritannien. Der Olympia-Zweite Axel Jungk vom BSC Sachsen Oberbärenburg hat sich zur WM-Halbzeit auf den fünften Platz verbessert, liegt jedoch nur 0,12 Sekunden hinter dem vierten Platz und dem Chinesen Zheng Yin.
«Im zweiten Lauf hab ich etwas mehr Risiko genommen, das hat sich ausgezahlt», sagte Grotheer. Jungk nannte seinen ersten Lauf «eine Katastrophe. Der zweite war auf einem sehr guten Niveau, mal sehen, was es noch bringt».
Neise nur 0,06 Sekunden hinter Platz eins
Mit einem beeindruckenden zweiten Lauf haben auch die deutschen Skeleton-Pilotinnen ihre Titelchancen gewahrt. Neise verbesserte sich auf ihrer Heimbahn von Rang sieben auf Platz drei. Vor den beiden abschließenden Läufen an diesem Freitag hat die Winterbergerin nur 0,06 Sekunden Rückstand auf die führende Kanadierin Hallie Clarke. Auf Platz zwei mit der Britin Tabitha Stoecker sind es nur drei Hundertstelsekunden.
Die Titelverteidigerin Susanne Kreher vom BSC Sachsen Oberbärenburg befindet sich auf dem fünften Platz. Auch die Olympia-Zweite von 2018, Jacqueline Pfeifer von der RSG Hochsauerland, liegt als Sechste nur eine Zehntelsekunde hinter Bronze und in Schlagdistanz zu den Medaillen. Bei den Herren liegt Felix Keisinger vom WSV Königssee auf dem siebten Platz. Auch er hegt noch Hoffnungen auf eine Medaille.
«Ich hänge am Start einfach zurück, da fehlen anderthalb Zehntel, um da vorn mitzuhalten. Meine beiden Läufe waren okay, es waren nur Kleinigkeiten mit drin», sagte Neise. Kreher meinte zu den eher hohen Temperaturen um neun Grad Celsius und Nieselregen: «Ich dachte, am Start geht ein bisschen mehr. Wo die Zeit geblieben ist, weiß ich nicht. Vielleicht war es nicht das beste Material für das Wetter.»
Cheftrainer Christian Baude sprach von «einem verrückten Rennen. Im zweiten Lauf ist die Bahn dann ein wenig gekippt. Da haben Susi und Jacka etwas profitiert, auch Hannah ist noch nach vorn gefahren. Es wird auch morgen ein sehr enges, spannendes Rennen».








