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Enttäuschender Spieltag für Hamburger Zweitligaclubs

St. Pauli verliert Tabellenführung, HSV kämpft vergebens – Kiel und Düsseldorf im Aufstiegskampf stark

Miro Muheim (r) und der HSV trennten sich von Magdeburg 2:2.
Foto: Andreas Gora/dpa

Der FC St. Pauli, bisheriger Spitzenreiter, erlitt beim 3:4 gegen die SV Elversberg die erste Heimniederlage der Saison und musste die Tabellenführung an Holstein Kiel abgeben. Kein erfolgreicher Spieltag für die ehrgeizigen Zweitligisten aus Hamburg.

Trotz einer kämpferischen Aufholjagd fällt der Hamburger SV im Rennen um den Aufstieg in die Fußball-Bundesliga weiter zurück. Die Mannschaft von Trainer Steffen Baumgart blieb auch im vierten Auswärtsspiel nacheinander sieglos, konnte jedoch beim 1. FC Magdeburg nach einem 0:2-Rückstand immerhin noch ein 2:2 retten.

Erneut führte mangelnde Disziplin zu einer Unterzahl und gleich zwei Strafstößen. Mit nun drei Punkten ist der Abstand des HSV zum Relegationsplatz größer geworden, besonders da Konkurrent Fortuna Düsseldorf derzeit stabil punktet. Die beiden Elfmeter-Tore für Magdeburg wurden von Mo Hankouri (22./45.+7) erzielt. Kapitän Sebastian Schonlau (68.) und Jonas Meffert (90.+4) trafen für die Gäste.

Baumgart kritisiert Schiedsrichterleistung

Baumgart kritisierte hinterher die Schiedsrichterleistung von Robert Kampka, vor allem beim ersten Strafstoß. «Ich finde die ganze Leitung heute nicht gelungen und bin ein bisschen enttäuscht. Der Schiedsrichter hat einen großen Anteil daran, dass wir unser Ziel nicht erreicht haben», sagte der HSV-Coach.  

Der FC St. Pauli, der in dieser Saison zuvor am Millerntor unbesiegt war, musste trotz zweimaliger Führung gegen den kühnen Aufsteiger Elversberg am Ende des wilden Spiels eine Niederlage hinnehmen. Sie fielen mit 57 Punkten auf den zweiten Platz hinter Kiel zurück (58).

Kieler Aufstieg wird immer wahrscheinlicher

Die Kieler kommen der ersten Liga immer näher. Nach dem fünften Sieg in Folge ohne Gegentor beim 4:0 gegen den VfL Osnabrück treten die Kieler selbstbewusst zum Nordduell am kommenden Samstag (20.30 Uhr/Sport1 und Sky) gegen den HSV an. Der erste Aufstieg eines schleswig-holsteinischen Clubs wird immer wahrscheinlicher.

«Wenn wir die nächsten Spiele so bestreiten wie die letzten fünf, dann sieht es nicht so schlecht aus», sagte Kapitän Philipp Sander mit Blick auf den Aufstieg. Dass Holstein als Favorit in den Volkspark kommt, zeigt die großartige Entwicklung, die der Club in den vergangenen Monaten genommen hat. «Wenn Kiel beim HSV spielt und man sagt, wir sind Favorit, dann ist das denke ich das größte Kompliment, das man dem Verein machen kann», sagte Trainer Marcel Rapp.

Düsseldorf seit neun Spielen unbesiegt

Mittendrin im Aufstiegskampf steckt auch Fortuna Düsseldorf. Die seit neun Spielen unbesiegten Rheinländer, die wie Kiel die vergangen fünf Spiele gewannen, haben sich wieder nach vorne gearbeitet. «Es liegen jetzt noch fünf Partien vor uns. Wir müssen genauso weiterspielen, die Serie ausbauen und dann schauen wir, was dabei herauskommt», sagte Rechtsverteidiger Matthias Zimmermann.

Das Selbstvertrauen am Rhein ist gewachsen, der Glaube an den siebten Aufstieg in die Fußball-Bundesliga auch. «Wenn du so viele Spiele nacheinander gewinnst, gehst du einfach mit einem ganz anderen Selbstvertrauen in so Spiele rein, und das sieht man momentan auf dem Platz», sagte Innenverteidiger Jamil Siebert nach dem 2:0-Erfolg bei der SV Wehen Wiesbaden.

dpa