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Hansi Kreische: Eine Ära im Fußballverblasst mit dem Verlust seines Stars

Dynamo Dresden trauert um seine Stürmerlegende Hans-Jürgen Kreische, der im Alter von 78 Jahren verstorben ist. Der ehemalige Nationalspieler prägte die 70er Jahre mit fünf DDR-Meistertiteln und bleibt unvergessen.

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Fußball: Dynamo Dresdens Stürmerikone Hans-Jürgen
KI-generiert

Ein trauriger Tag für den Fußball in Dresden: Der langjährige Stürmer der SG Dynamo Dresden und Nationalspieler der DDR, Hans-Jürgen Kreische, ist im Alter von 78 Jahren verstorben.

Wie die SG Dynamo Dresden am Mittwoch, dem 1. April 2026, bekannt gab, starb der ehemalige Nationalspieler der DDR und langjährige Angreifer der Schwarz-Gelben in der Nacht zum 1. April. Kreische feierte in den 1970er Jahren mit Dynamo Dresden fünf Meistertitel in der DDR und wurde einmal Pokalsieger. Zudem trug er 50 Mal das Trikot der DDR-Nationalmannschaft und absolvierte während der einzigen WM-Teilnahme der DDR drei von sechs Spielen. Im Jahr 1973 wurde er zum Fußballer des Jahres gekürt.

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Würdigung durch Weggefährten

Ralf Minge, Kreisches Weggefährte und Ehrenspielführer, würdigte den Verstorbenen: „Hansi war ohne Zweifel einer der größten Sportler seiner Zeit. Als junge Kerle haben wir zu ihm aufgeblickt, wie zu kaum jemand anderem. Wenn er den Platz betrat, waren magische Momente nicht weit. Auch nach seiner aktiven Zeit hat er sich in den Dienst der Sportgemeinschaft gestellt, als Cheftrainer, Scout und Unterstützer des Nachwuchses.“

Karriere und Erfolge

Hans-Jürgen Kreische wurde am 19. Juli 1947 geboren und trat bereits im Alter von zehn Jahren der SG Dynamo Dresden bei. Mit 17 Jahren gab er sein Debüt in der Männermannschaft gegen den SC Leipzig und erzielte sofort sein erstes Tor. Bereits mit 21 Jahren wurde er in die Nationalmannschaft berufen. In der Saison 1970/71 führte er Dynamo Dresden mit 17 Toren zum Double. Kreische sicherte sich die Torjägerkanone in den Jahren 1971, 1972, 1973 und 1976. Mit 30 Jahren beendete er seine aktive Karriere, die eine beeindruckende Bilanz von 344 Spielen, darunter 37 im Europapokal, 188 Toren und 74 Vorlagen aufweist.

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Ein bleibendes Erbe

Auch nach seiner aktiven Zeit blieb Kreische Dynamo treu und übernahm in der schwierigen Saison 1995/96 das Amt des Cheftrainers. 2014 kehrte er auf Wunsch von Sportgeschäftsführer Minge zurück zur Vereinsakademie.

Ronny Rehn, Präsident von Dynamo, äußerte sich betroffen:

„Dass er 2014 mit seinen Erfahrungen und der gewonnenen Expertise zurück in die Nachwuchs-Akademie kam, war für den Verein ein riesiger Zugewinn. Es mutet unfassbar an, dass er nun nicht mehr unter uns weilt. Die Sportgemeinschaft ist Dir auf ewig zu größter Dankbarkeit verpflichtet, Hansi! Ruhe in Frieden!“

Bildquelle: depositphotos

TS