Linus Straßer konnte in Adelboden nicht überzeugen und bleibt weiterhin in seinem mauen Winter stecken.
Enttäuschung für Linus Straßer vor Olympia

Der deutsche Slalom-Fahrer Linus Straßer hat auch einen Monat vor den Olympischen Spielen weiterhin Schwierigkeiten. Das Ski-Ass aus München schied im zweiten Durchgang des Torlaufs von Adelboden aus und erlebte die nächste Enttäuschung in seinem enttäuschenden Winter. Straßer hat in dieser Saison nur einen Top-Ten-Platz erreicht. Bis zu den Winterspielen stehen in seiner Spezialdisziplin nur noch die Rennen in Wengen, Kitzbühel und Schladming an, um die Form für den Höhepunkt in Norditalien zu finden.
Paco Rassat gewann vor den begeisterten Fans im Berner Oberland den Wettkampf, wie es jeden Winter der Fall ist. Der Franzose setzte sich gegen den Norweger Atle Lie McGrath und den führenden Landsmann Henrik Kristoffersen durch, der nach dem ersten Lauf auf dem dritten Platz landete.
Neureuther zu Straßer: «Passt noch nicht»
In den letzten sechs Jahren war Straßer am Chuenisbärgli immer auf der Jagd nach Siegen und Podestplätzen. Doch gerade in dieser Olympia-Saison und nach einem Wechsel des Ausrüsters im Sommer will es bei ihm nicht klappen.
«Es passt noch nicht dieses Puzzle zusammen. Das hat viel mit dem Kopf zu tun», analysierte Ex-Teamkollege Felix Neureuther als ARD-Experte. Straßer hatte den ersten Lauf gut begonnen, dann aber gepatzt und nur Rang 16 belegt. Im zweiten Durchgang schied er dann schon im oberen Streckenteil aus.
Die deutschen Skirennfahrer verlassen Adelboden mit nur einem Lichtblick. Am Samstag wurde Fabian Gratz im Riesenslalom dank einer Aufholjagd Neunter und bestätigte damit seine gute Form in dieser Saison. Beim Sieg von Lokalmatador Marco Odermatt wurde zudem Anton Grammel 22., Ex-Parallel-Weltmeister Alexander Schmid schied im Finale aus.
Vonn-Triumph und Renn-Absage in Österreich
Die Frauen wurden durch den plötzlichen Wintereinbruch in Österreich in Schwierigkeiten gebracht. Aufgrund des über Nacht gefallenen Neuschnees in Altenmarkt-Zauchensee musste der Super-G am Sonntag abgesagt werden. Die Veranstalter konnten die Sicherheit der Fahrerinnen nicht gewährleisten.
Am Samstag dominierte der US-Star Lindsey Vonn erneut und feierte bei der Abfahrt ihren 84. Weltcupsieg. Die 41-Jährige setzte sich vor der Norwegerin Kajsa Vickhoff Lie und ihrer Teamkollegin Jacqueline Wiles durch. Vonn, die in dieser Saison in sechs Rennen fünfmal auf dem Podium stand, bestätigte ihre Favoritenrolle für die Olympia-Abfahrt im Februar in Cortina d’Ampezzo.
Österreicherin mit schwerer Knieverletzung
Emma Aicher, die deutsche Olympia-Hoffnung, erreichte den sechsten Platz, während Kira Weidle-Winkelmann Zwölfte wurde. Die österreichische Lokalmatadorin Magdalena Egger stürzte schwer und musste mit dem Hubschrauber abtransportiert werden. Sie hat sich eine schwere Knieverletzung zugezogen und wird für mehrere Monate ausfallen.








