Die beiden Mittelfeld-Teams Heidenheim und Wolfsburg teilen zum Start in die Rückrunde die Punkte. Zufrieden kann damit nur einer der beiden Clubs sein.
Heidenheim und Wolfsburg mit Remis

Der VfL Wolfsburg befindet sich in der Fußball-Bundesliga in einer durchschnittlichen Position und verliert zunehmend den Kontakt zu den europäischen Plätzen.
Das Team von Trainer Niko Kovac konnte zum Beginn der Rückrunde der Fußball-Bundesliga nicht über ein 1:1 (1:1) beim 1. FC Heidenheim hinauskommen und bleibt in der Tabelle hinter dem starken Aufsteiger zurück. Vor 15.000 Zuschauern im ausverkauften Stadion war ein Tor von Vaclav Cerny (7. Minute) nicht ausreichend für den erhofften Sieg des VfL.
Heidenheim hat jedoch elf Punkte aus den letzten fünf Spielen geholt und strebt als Liga-Debütant einen sicheren Klassenerhalt an. Ein Eigentor von Moritz Jenz (45.+2) sorgte bei Minustemperaturen für den Ausgleich für das Team von Frank Schmidt. Im fünften Pflichtspiel-Duell mit Wolfsburg verließ Heidenheim erstmals nicht als Verlierer das Spielfeld.
Die Partie begann – wie an einigen anderen Bundesliga-Standorten – mit Protest gegen die Deutsche Fußball Liga und deren Investorenpläne. Erst schwiegen beide Fangruppen, dann flogen Taler in den Strafraum von Koen Casteels. Im Anschluss gab es «Scheiß-DFL»-Wechselgesänge.
Nachdem die Anhänger ihren Protest beendet hatten, hatten die Gäste bereits für den ersten sportlichen Höhepunkt gesorgt. Der Torschütze Cerny und der Stürmer Jonas Wind kombinierten auf beeindruckende Weise mit zwei Hebern, und Cerny vollendete zum frühen Führungstreffer. Bereits in der Vorwoche hatte der Flügelspieler, der vor Weihnachten oft nicht berücksichtigt wurde, das erste Tor beim 1:1 in Mainz erzielt. Wind bleibt weiterhin ein Garant, sein Assist war bereits sein 14. Scorerpunkt in dieser Saison.
Zwei Heidenheimer Tore aberkannt
Heidenheim wurde in der Folge besser. Gefährlich wurde es aber nur bei Standards oder Flanken von Jan-Niklas Beste. So auch in der 21. Minute, als nach einer Beste-Flanke erst Tim Kleindienst köpfte und Jan Schöppner anschließend abstaubte. Die Tormusik erklang, der Schütze wurde vom Stadionsprecher gefeiert – bis knapp zwei Minuten später der Video Assistant Referee (VAR) den Treffer wegen einer Abseitsstellung zurücknahm. Selbst die in diesem Fall profitierenden Wolfsburger skandierten: «Ihr macht unseren Sport kaputt».
Die Gastgeber hatten weiterhin ihre Szenen, aber nutzten diese nach den meist präzisen Flanken von Beste nicht aus. Im Spiel passierte wenig, bis quasi mit dem Halbzeitpfiff der bis dahin starke Jenz ein Eigentor erzielte. Der Innenverteidiger lenkte eine flache Hereingabe von Heidenheims Omar Traoré tückisch ab, Wolfsburgs Casteels war geschlagen. Das Unentschieden zur Halbzeit war gerecht.
Nach dem Wechsel wurde es laut – von den Zuschauerrängen. Die Fans von Wolfsburg zeigten nicht nur ihre grünen Bengalos, sondern zündeten auch einige Silvesterkracher in Richtung des Rasens. Torhüter Casteels entfernte sich lieber einige Schritte von der eigenen Kurve. Etwa 15 Minuten später jubelte Heidenheim erneut zu früh. Das vermeintliche 2:1 von Kleindienst wurde nach Überprüfung zurückgenommen.








