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Heidenheim verhindert Union-Rekord: Remis in Berlin

Union Berlin bleibt unter Trainer Bjelica zu Hause ungeschlagen. Ein Club-Rekord wird gegen Heidenheim von den Eisernen aber verpasst. Der Aufsteiger kann seinen Drei-Punkte-Vorsprung verteidigen.

Unions Benedict Hollerbach (l) im Duell mit Patrick Mainka vom 1. FC Heidenheim.
Foto: Andreas Gora/dpa

Der 1. FC Heidenheim hat seine Reputation als kühner Aufsteiger bestätigt und Union Berlin einen Vereinsrekord verwehrt. Nikola Dovedan (3. Minute) mit einem Blitztor und Jan-Niklas Beste (71.) mit einem feinen Lupfer erzielten die Treffer für Heidenheim zum 2:2 (1:2) im Stadion an der Alten Försterei.

Der Club aus der Hauptstadt war bereits auf dem Weg zum fünften aufeinanderfolgenden Heimsieg durch Tore von Robin Gosens (44.) und Andras Schäfer (45.+2) – eine Serie, die von Union in der Fußball-Bundesliga bisher unerreicht blieb.

Heidenheim bewahrte durch das Unentschieden den Drei-Punkte-Vorsprung auf die Eisernen und kann mit 28 Punkten dem Saisonschlussspurt nach nun zehn Spielen mit nur einer Niederlage vergleichsweise gelassen entgegenblicken. Union bleibt mit 25 Punkten in der unteren Tabellenhälfte hängen und kann sich im Abstiegskampf noch nicht entspannen.

Girlande aus Tennisbällen

Die Union-Fans hängten eine Girlande aus Tennisbällen als Erinnerung an den erfolgreichen Protest gegen die Investorenpläne der DFL an ihrer Tribüne auf, wie einen Siegerkranz. Nachdem das Geburtstagslied für Kapitän Christopher Trimmel (37) vor dem Anpfiff kollektiv gesungen wurde, endeten alle Feierlichkeiten der Köpenicker abrupt. Ein missglückter Kopfball von Kevin Vogt ermöglichte Heidenheims Dovedan sein erstes Bundesliga-Tor.

In den bisherigen vier Heimspielen unter Trainer Nenad Bjelica hatte Union noch nie einen Rückstand hinnehmen müssen. Die Offensive lief anfangs nicht rund. Brenden Aaronson startete nach einer halben Stunde zu einem Solo, blieb jedoch zu naiv in der Heidenheimer Abwehr hängen. Zuvor hätte Beste (24.) bei einem Konter für die Gäste erhöhen können, zögerte aber zu lange und wurde von Josip Juranovic geblockt.

Gosens trifft und sieht Gelb

Ein Rückstand zur Halbzeit schien für die Berliner realistisch zu sein. Dann revanchierten sich die Heidenheimer plötzlich unfreiwillig mit Vorlage-Geschenken. Drei Gästespieler ließen eine harmlose Freistoßflanke von Juranovic unnötig passieren, Patrick Mainka legte im Fallen für Gosens auf, der nur noch einschieben musste. Ärgerlich für den Nationalspieler: Nach einer Grätsche gegen Dovedan erhielt er seine fünfte Gelbe Karte und wird in der kommenden Woche gegen Borussia Dortmund fehlen.

Kurz nach dem Ausgleich machte Tim Kleindienst einen unglaublichen Fehlpass im Mittelfeld. Schäfer nahm den Ball dankbar an und schoss mit Hilfe von Aaronsons Rücken als Bande zur Führung der Union ein. Bjelica war unzufrieden damit, dass sie nach einem vielversprechenden Start in die zweite Halbzeit mehr oder weniger aktiv verwaltet wurde – und letztendlich noch verspielt wurde. Bei einem Konter sah Beste den zu weit vor seinem Tor stehenden Union-Torhüter Frederik Rönnow und schoss zum Ausgleich.

dpa