Während des Zweitligaspiels zwischen Dynamo Dresden und Hertha BSC kam es zu chaotischen Szenen im Stadion. Hertha-Chef Peter Görlich entschuldigt sich für die Gewalt und betont die Notwendigkeit von Maßnahmen zum Schutz der Fans.
Hertha BSC: Boss Peter Görlich entschuldigt sich für die Chaoten

Während des Zweitligaspiels zwischen Dynamo Dresden und Hertha BSC, das mit 0:1 endete, kam es im Dresdner Rudolf-Harbig-Stadion zu erschreckenden Szenen. In der ersten Halbzeit entbrannten im Innenraum des Stadions heftige Auseinandersetzungen zwischen den Anhängern beider Teams.
Auslöser war offenbar der Diebstahl einer Hertha-Fahne vor dem Spiel. Nach etwa 19 Minuten reagierten die Ultras der Berliner Fans mit Wut und warfen Pyrotechnik in Richtung der Dynamo-Anhänger. Auch die Ultras von Dynamo versuchten, in den Gästeblock einzudringen. Eine große Polizeieinheit wurde mobilisiert, um die Situation zu entschärfen. Die gestohlene Fahne wurde später im K-Block, dem Bereich der Dynamo-Ultras, verbrannt. In der Folge verließen die aktiven Fans der Hertha das Stadion.
Görlich spricht von inakzeptablen Vorfällen
Dr. Peter Görlich, Geschäftsführer von Hertha BSC, äußerte sich zu den Vorfällen:
„Wenn man solche Szenen sieht – das hat überhaupt nichts mit Fußball zu tun. Das ist auch ein Aspekt, warum wir im intensiven Austausch mit DFL und DFB sind. Wir haben da eine unleidliche Vergangenheit schon im Hinspiel gehabt. Ich kann mich nur bei allen Beteiligten im Stadion entschuldigen.“
Das Spiel musste aufgrund der Ausschreitungen für etwa 20 Minuten unterbrochen werden. Görlich betonte weiter:
„Das entspricht nicht meinem Wertegerüst. Sobald Gewalt im Spiel ist, sobald man auf andere Menschen mit Pyrotechnik schießt, hört es bei mir einfach auf. Ich möchte da überhaupt kein Verständnis in irgendeiner Art und Weise aufbringen.“
Notwendigkeit von Maßnahmen
Er fügte hinzu, dass es notwendig sei, klare Grenzen zu ziehen:
„Fans haben im Innenraum nichts zu suchen. Wir müssen Grenzen abstecken und werden in eine andere Dimension kommen. Wie die aussieht, kann ich im Moment noch nicht absehen.“
Auch Hertha-Trainer Stefan Leitl zeigte sich betroffen und erklärte:
„Das hat im Fußball nichts verloren. Es ist ein trauriger Tag für Fußball-Deutschland.“
Die Vorfälle werfen ein schlechtes Licht auf die Fanszenen und die Sicherheitslage in deutschen Stadien. Die Diskussion über die Verantwortung von Vereinen und Verbänden wird durch solche Ereignisse erneut angeheizt.
Aktuell: Hertha BSC äußert sich zum Vorfall beim Skandalspiel
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