Hertha BSC zahlte im Geschäftsjahr 2024/25 insgesamt 7,747 Millionen Euro an Spielerberater, was 16,59 Prozent des Personalaufwands ausmachte. Damit gehört der Klub zu den Spitzenreitern bei Beraterhonoraren in der Zweiten Liga.
Hertha BSC: Hohe Beraterhonorare im Fußballgeschäft

Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) hat aktuelle Finanzkennzahlen der Erst- und Zweitligisten veröffentlicht, die auch die Provisionen für Spielerberater und Agenturen umfassen. In diesem Zusammenhang nimmt Hertha BSC eine herausragende Position unter den Zweitligisten ein.
Im Finanzbericht der DFL wird aufgeführt, dass Hertha BSC im Geschäftsjahr 2024/25 unter der sportlichen Leitung von Benjamin Weber und Zecke Neuendorf insgesamt 7,747 Millionen Euro an Spielervermittler und Berater gezahlt hat. Der gesamte Personalaufwand belief sich auf 46,687 Millionen Euro, wobei die Beratergebühren 16,59 Prozent des Gesamtbetrags ausmachten. Nur der VfL Wolfsburg, der in diesem Zeitraum noch als Bundesligist agierte, zahlte mit 9,53 Millionen Euro mehr.
Beratervergütungen und ihre Zusammensetzung
Die hohen Ausgaben für Berater resultieren aus verschiedenen Faktoren. Bei vielen Spielertransfers erhalten Berater eine sogenannte Signing Fee, auch Handgeld genannt. Zudem verdienen sie bei Transfers auf unterschiedliche Weise: Sie erhalten eine Provision von etwa 8 bis 12 Prozent des Jahresgehalts des Spielers und können auch an den Einnahmen aus einem späteren Weiterverkauf beteiligt werden.
Im Jahr 2024/25 verpflichtete Hertha BSC unter anderem Michael Cuisance von der Agentur Rogon und Jon Dagur Thorsteinsson, der damals von Martin Dahlin Management vertreten wurde. Weitere Spieler wie Kevin Sessa, Diego Demme, John Brooks und Luca Schuler wechselten ablösefrei zu Hertha, was ebenfalls zu den Beraterhonoraren beitrug.
Verdienste der Berater beim Weiterverkauf
Die Berater profitierten auch von den Weiterverkäufen von Hertha-Profis. So wechselte Suat Serdar, vertreten durch Sports360 GmbH, für 5,75 Millionen Euro zu Hellas Verona, während Haris Tabakovic für 3 Millionen Euro zu Hoffenheim und Marc Oliver Kempf für 2,5 Millionen Euro zu Como transferiert wurden.
Im Vergleich dazu zahlte der 1. FC Union Berlin, Herthas Stadtrivale, im Geschäftsjahr 2024/25 lediglich 3,977 Millionen Euro an Berater. Dies entspricht etwa der Hälfte der Ausgaben von Hertha, obwohl Union mit 79,841 Millionen Euro einen deutlich höheren Personaletat aufwies. Von den aktuellen Bundesligisten zahlten nur vier Klubs weniger an Berater als Union.
Quellen: B.Z.
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