Hertha BSC präsentiert eine dominante Leistung gegen Holstein Kiel, muss jedoch eine bittere 0:1-Niederlage hinnehmen. Entscheidende Chancen bleiben ungenutzt, während ein VAR-Entscheid das einzige Tor der Berliner annulliert.
Hertha BSC kämpft vergeblich – Holstein Kiel triumphiert trotz klarer Überlegenheit

Das ist kaum zu fassen! Nach der 0:1-Niederlage gegen Holstein Kiel im heimischen Olympiastadion sind die Gesichter von Torwart Tjark Ernst, Julian Eitschberger und Linus Gechter von Enttäuschung geprägt. Vor 47.280 Zuschauern wurde das erklärte Ziel von Hertha-Trainer Stefan Leitl, in den letzten vier Spielen zwölf Punkte zu sammeln, mit dieser Niederlage unerreichbar. Trotz einer Überlegenheit von 23:4 Torschüssen blieb der ersehnte Erfolg aus. Zuvor war bereits das größte Saisonziel, der Aufstieg in die Bundesliga, verpasst worden.
Die einzige positive Nachricht für Hertha kam bereits zu Beginn des Spiels: Josip Brekalo, der Winterneuzugang, feierte seinen siebten Einsatz in der Startelf, wodurch sich sein Vertrag bis 2027 verlängerte. Diese Klausel trat in Kraft, da er 50 Prozent der möglichen Einsätze seit seiner Verpflichtung erreicht hatte. Nach nur 59 Sekunden Spielzeit wurde Brekalo von seinen Mitspielern gefeiert, doch sein vermeintliches Tor wurde vom VAR aufgrund einer knappen Abseitsstellung von Luca Schuler annulliert.
Die Berliner starteten im neuen Sondertrikot, das an die erste Berliner Meisterschaft von 1906 erinnert, sehr dynamisch. Dennoch blieben die besten Chancen ungenutzt, darunter Gelegenheiten von Reese (15.), Schuler (57.) und Cuisance (61.). Sogar ein Foulelfmeter, der Linus Gechter zugesprochen wurde (45.), wurde vom VAR zurückgenommen, da Zeefuik etwa 30 Sekunden zuvor minimal im Abseits gestanden hatte.
Nach einem beeindruckenden Sturmlauf, in dem Hertha 15:1 Torschüsse verzeichnete, gingen die Gäste aus Kiel überraschend in Führung. Nach einem Einwurf von Rosenboom legte Kieler Phil Harres den Ball geschickt zurück, und Joker Jonas Therkelsen verwandelte zum 0:1 (63.).
Herthas schwache Heimbilanz als Aufstiegshindernis
Diese Niederlage stellt einen weiteren Rückschlag für die Berliner dar, die in 16 Heimspielen lediglich fünf Siege erzielen konnten. Zudem gab es fünf Unentschieden und nun sechs Niederlagen. Diese Bilanz ist viel zu schwach, um den Aufstieg zu realisieren. Ein weiterer Rückschlag war die fünfte Gelbe Karte von Paul Seguin, der somit im nächsten Spiel gegen Magdeburg fehlen wird.
Am Ende mussten die Berliner aufgrund einer katastrophalen Chancenverwertung die Niederlage hinnehmen. Auch Gechter (74.) und Kownacki (88.) vergaben aus kurzer Distanz. Holstein Kiel hingegen hat mit 13 Punkten aus den letzten fünf Spielen eine beeindruckende Form gezeigt und steht kurz vor dem Klassenerhalt.
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