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Hertha BSC sagt Sondertrikot nach Vorfällen in Dresden ab

Hertha BSC hat die Veröffentlichung eines Sondertrikots abgesagt, um auf die gewalttätigen Vorfälle während des Auswärtsspiels in Dresden zu reagieren. Der Klub fordert eine Aussprache mit der Fanszene und möchte die Ereignisse zunächst aufarbeiten, bevor er das Trikot präsentiert.

Hertha BSC sagt Sondertrikot aufgrund von Vorfällen in Dresden ab
Depositphotos

Der Fußballverein Hertha BSC hat entschieden, ein für das kommende Heimspiel gegen Kaiserslautern geplantes Sondertrikot nicht zu präsentieren. Diese Entscheidung folgt auf die gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Fans während des Auswärtsspiels in Dresden, bei dem es zu massiven Ausschreitungen kam.

Hertha BSC hat die aktive Fanszene zu einem Gespräch eingeladen, um die Vorfälle im Rudolf-Harbig-Stadion zu erörtern. Bei den Ausschreitungen wurden nicht nur Pyrotechnik eingesetzt, sondern es kam auch zu körperlichen Auseinandersetzungen mit gegnerischen Fans. Infolge dieser Ereignisse laufen derzeit mehrere Ermittlungsverfahren.

Der Verein betont, dass die Veröffentlichung des Sondertrikots aufgeschoben wird, bis die Geschehnisse vollständig aufgeklärt sind. In einer Mitteilung äußerte der Klub, dass viele Personen viel Zeit und Mühe in die Entwicklung des Trikots investiert haben. Dennoch sei die Entscheidung, den Release zu verschieben, notwendig, um den Vorfällen Rechnung zu tragen. Hertha BSC verurteilt jede Form von Gewalt und stellt klar, dass solche Taten im Widerspruch zu den Werten des Vereins stehen.

Das Sondertrikot sollte ursprünglich für Gemeinschaft und Identifikation innerhalb des Vereins stehen. Hertha BSC hebt hervor, dass diese Werte nicht glaubwürdig vermittelt werden können, solange die Vorfälle noch nicht aufgearbeitet sind.

Die Auseinandersetzungen in Dresden führten zu 24 Verletzten, während 13 weitere Personen durch den Einsatz von Pfefferspray der Polizei verletzt wurden. Laut Polizei waren unter den Dynamo-Fans 350 gewaltbereite und 80 gewaltsuchende Anhänger. Bei Hertha BSC wurden ebenfalls 350 Fans in die Kategorie gewaltbereit eingestuft, während 100 als gewaltsuchend klassifiziert wurden. Eine Ermittlungsgruppe hat die Auswertung von über 330 Gigabyte Videomaterial aufgenommen, um die Vorfälle zu analysieren.

Hertha BSC hat klargestellt, dass der Verein nicht zur Tagesordnung übergehen wird, bis die Vorfälle vollständig geklärt sind.

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Bildquelle: Depositphotos

Ronny Winkler