Hertha BSC veranstaltet am Sonntag eine Mitgliederversammlung, bei der die Mitglieder digital über den neuen Aufsichtsratsvorsitzenden abstimmen und die Vorfälle von Fanausschreitungen sowie den Kaderumbau thematisiert werden. Geschäftsführer Peter Görlich kündigte drastische Sparmaßnahmen an, um…
Hertha BSC: Wichtige Themen bei der Mitgliederversammlung

Am Sonntag findet die Mitgliederversammlung von Hertha BSC statt, bei der die Mitglieder im CityCube erstmals digital abstimmen können, um den Vorsitz des Aufsichtsrats zu wählen. Auf der Agenda stehen auch die Ausschreitungen vom 4. April in Dresden sowie der Umbau des Kaders.
Bei den Vorfällen in Dresden kam es zu Auseinandersetzungen zwischen den Anhängern von Hertha und Dynamo Dresden, bei denen Pyrotechnik eingesetzt wurde. Diese Vorfälle müssen nun aufgearbeitet werden, was jedoch nicht die einzige Herausforderung darstellt.
Herausforderer für den Aufsichtsratsvorsitz
Der derzeitige Aufsichtsratsvorsitzende Torsten-Jörn Klein sieht sich mit Widerstand konfrontiert. Zwei Kandidaten, Andreas Kurth und Tim Kauermann, treten gegen ihn an. Kauermann äußerte, dass er nicht für den Vorsitz kandidieren würde, wenn er die bisherige Arbeit als ausreichend erachtet hätte.
Die sportliche Leitung, bestehend aus Trainer Stefan Leitl und Sportdirektor Benjamin Weber, kann hingegen aufatmen, da beiden eine Jobgarantie für die kommende Saison zugesichert wurde. Dies soll Kontinuität in der aktuellen Übergangsphase gewährleisten. Geschäftsführer Peter Görlich kündigte jedoch drastische Sparmaßnahmen für die Mannschaft an.
Kaderverkleinerung und Sparmaßnahmen
Görlich erklärte, dass die Kadergröße reduziert und die Ausgabenstruktur angepasst werden müsse. Hertha hat einen der teuersten Kader der Liga, was in der aktuellen Konsolidierungsphase nicht tragbar ist. Der Gewinn von 385.000 Euro im zweiten Halbjahr 2025 ist im Vergleich zu den hohen Kosten unzureichend.
Infolgedessen müssen Leistungsträger den Verein verlassen. Es gibt laufend Gerüchte über Spieler wie Fabian Reese, Tjark Ernst und Linus Gechter, während auch der Jungstar Kennet Eichhorn im Fokus internationaler Klubs steht.
Folgen der Ausschreitungen und Stadionverbote
Die Aufarbeitung der Krawalle vom 4. April ist noch im Gange. Fans beider Lager hatten im Stadion Zäune überwunden und sich mit Pyrotechnik angegriffen, bevor die Polizei eingreifen konnte. Görlich hat Stadionverbote und Vereinsausschlüsse für die Berliner Anhänger in Aussicht gestellt. Ob es eine Spaltung zwischen der organisierten Fanszene und den übrigen Anhängern gibt, bleibt unklar, wird jedoch voraussichtlich auf der Mitgliederversammlung thematisiert.
Positiv zu vermerken ist, dass die DFL Hertha die Lizenz erteilt hat, trotz vorheriger Bedenken hinsichtlich der Eigenkapitalanforderungen. Kaderplaner Bastian Huber und Finanzchef Ralf Huschen stehen nun vor der Aufgabe, die Sparpläne umzusetzen.
Quellen: Axel Springer SE, stern, Tagesspiegel
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