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Hertha-Geschäftsführer bekräftigt Vertrauen in Trainer Leitl trotz Kritik

Hertha-Geschäftsführer Peter Görlich bekräftigt die Jobgarantie für Trainer Stefan Leitl trotz einer 1:6-Niederlage und setzt auf Kontinuität und Planungssicherheit für die kommende Saison.

Hertha-Geschäftsführer Görlich bekräftigt Vertrauen in Trainer Leitl
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Der Geschäftsführer von Hertha BSC, Peter Görlich, hat seine Entscheidung bekräftigt, Trainer Stefan Leitl trotz der enttäuschenden 1:6-Niederlage zum Saisonabschluss gegen Arminia Bielefeld im Amt zu belassen. In einer Medienrunde äußerte Görlich, dass er die gleiche Entscheidung erneut treffen würde. Diese Jobgarantie für den Trainer wurde von den Fans scharf kritisiert.

Görlich betont die Notwendigkeit von Kontinuität und Planungssicherheit, um eine strukturelle Verbesserung im Verein zu erreichen. Er räumt jedoch ein, dass das Auftreten der Mannschaft in Bielefeld nach der Halbzeit nicht akzeptabel war.

Analyse der Saison und Herausforderungen

Bereits Anfang März, nach dem 25. Spieltag, zog sich Görlich mit Mitarbeitern und Trainern der Hertha-Akademie für zwei Tage zurück, um eine umfassende Analyse der Saison durchzuführen. Dabei wurde festgestellt, dass die Mannschaft mit verschiedenen Problemen konfrontiert war, darunter die mangelnde Verfügbarkeit von Spielern auf bestimmten Positionen und Schwächen bei Standardsituationen. Diese Herausforderungen konnten seit Beginn der Saison nicht optimal angegangen werden.

Sportdirektor äußert sich zur Situation

Sportdirektor Benjamin Weber äußerte sich ebenfalls zur aktuellen Lage und erklärte, dass das Team von Anfang an hinterhergelaufen sei. Er betonte, dass Hertha in der Lage sei, mit Spitzenteams mitzuhalten, jedoch nicht konstant. Zudem wies er auf die Heimschwäche hin und erinnerte an die schwierige Situation des Vereins vor drei Jahren nach dem Abstieg.

Damals war Hertha stark eingeschränkt in der Spielerakquise, was auch heute noch der Fall ist. Görlich räumt ein, dass der Verein Qualität verlieren könnte, da einige Spieler wie Kennet Eichhorn, Tjark Ernst und Kapitän Fabian Reese Begehrlichkeiten geweckt haben.

Transferstrategie und zukünftige Ausrichtung

Für die kommenden Transfers ist es notwendig, zunächst Einnahmen zu generieren, bevor neue Spieler verpflichtet werden können. Aufgrund der angespannten finanziellen Lage ist es entscheidend, dass die Neuzugänge den Ansprüchen des Vereins gerecht werden, was in der Vergangenheit nicht immer gelungen ist.

Um diese Probleme zu beheben, plant der Verein ein neues Scouting-System, das darauf abzielt, die passenden Spieler für die Mannschaft zu finden. Görlich hebt hervor, dass man nicht nur Positionen, sondern spezifische Profile sucht, um die Teamstruktur zu verbessern.

Ausblick auf die neue Saison

Die Ergebnisse der Saisonanalyse und das neue Scouting sollen dazu beitragen, die kommende Saison erfolgreicher zu gestalten. Görlich betont, dass die Mannschaft Schwächen im Pflichtprogramm gezeigt hat und eine fehlende Bereitschaft festgestellt wurde. Er spricht nicht von einem Neustart, sondern von einer notwendigen Nachjustierung.

Das Ziel des Vereins bleibt klar: Hertha möchte in der Liga spielen, in der auch der Lokalrivale Union Berlin aktiv ist. Görlich weist darauf hin, dass ein Aufstieg nicht einfach ausgerufen werden kann, sondern erarbeitet werden muss.


Quellen: B.Z., Tagesspiegel

Bildquelle: Depositphotos

Ronny Winkler