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Hertha siegt trotz Brutalo-Rot im Skandal-Spiel von Dresden

Hertha BSC gewinnt ein emotionales Zweitliga-Spiel gegen Dynamo Dresden mit 1:0, das jedoch von massiven Fan-Ausschreitungen und einer 20-minütigen Spielunterbrechung überschattet wird. Die Eskalation wird durch Provokationen im K-Block der Dynamo-Ultras ausgelöst, was zu Konfrontationen zwischen…

Hertha BSC gewinnt in Dresden trotz tumultartiger Szenen
Depositphotos

Ein emotionales Zweitliga-Spiel fand am Samstagabend zwischen Hertha BSC und Dynamo Dresden statt, das mit einem 1:0-Sieg für die Berliner endete. Die Partie wurde jedoch von erheblichen Ausschreitungen der Fans überschattet, die die Atmosphäre im Stadion stark beeinträchtigten.

Der Anlass für die Eskalation war eine Provokation im K-Block der Dynamo-Ultras, wo eine Fahne von Hertha präsentiert wurde, begleitet von spöttischen Gesängen. Diese Fahne war offenbar bereits vor dem Spiel entwendet worden. In der Folge reagierten die Anhänger von Hertha, überwanden Absperrungen und drangen in den Innenraum des Stadions ein. Dort kam es zu einem Wurf von Pyrotechnik in Richtung der Dresdner Fans.

Unterbrechung und Konfrontation

Gleichzeitig betraten auch Dynamo-Anhänger den Innenraum und bewegten sich in Richtung des Gästeblocks, was zu einer direkten Konfrontation führte. Rund 100 Dresdner Fans standen etwa 30 Berliner Fans gegenüber. Erst das Eingreifen der Polizei, die mit einer Hundertschaft vor Ort war, konnte die Situation beruhigen. Die Beteiligten zogen sich daraufhin zurück, während die zuvor gezeigte Hertha-Fahne von den Dresdner Fans in Brand gesetzt wurde.

Nach einer Unterbrechung von etwa 20 Minuten setzte Schiedsrichter Sven Jablonski die Partie fort. Die Spieler hatten sich während der Unterbrechung in die Kabinen zurückgezogen. Im weiteren Verlauf des Spiels verließen Teile der Hertha-Ultras den Gästeblock, und schließlich reiste die gesamte aktive Fanszene der Berliner ab.

Reaktionen der Vereinsvertreter

Stephan Zimmermann, Geschäftsführer von Dynamo, äußerte sich in der Halbzeitpause deutlich kritisch zu den Vorfällen: „Das ist nicht das, was wir sehen wollten. Das war ein ganz großer Schuss in den Ofen. Das ist nicht das, wofür wir kämpfen.“

Auch Dr. Peter Görlich, Geschäftsführer von Hertha, verurteilte die Ereignisse: „Das sind Szenen, die nichts mit Fußball zu tun haben. Ich kann mich an der Stelle nur bei allen Beteiligten hier im Stadion entschuldigen. Das entspricht nicht meinem Wertegerüst.“

Spielverlauf und entscheidende Momente

Bereits nach drei Minuten musste die Partie aufgrund von pyrotechnischen Aktionen im Gästeblock sowie einem Feuerwerk außerhalb des Stadions unterbrochen werden. Sportlich nahm das Spiel erst in der zweiten Hälfte an Fahrt auf. In der 66. Minute erhielt Herthas Josip Brekalo nach einem harten Foul gegen Dresdens Wagner die Rote Karte. Kurz darauf hielt Hertha-Torhüter Tjark Ernst einen Handelfmeter von Vincent Vermeij.

Die Entscheidung fiel in der 80. Minute: Nach einem Kopfball von Winkler lenkte Dresdens Alexander Rossipal den Ball unglücklich ins eigene Tor, was das 1:0 für Hertha und gleichzeitig den Endstand bedeutete.

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Bildquelle: Depositphotos

Ronny Winkler