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ICE-Beamte für US-Sicherheit bei Olympia in Italien

Beamte der US-Einwanderungsbehörde ICE sollen bei Olympia für Sicherheit in einem bestimmten Bereich sorgen – trotz heftiger Kritik nach tödlichen Einsätzen. Im Gastgeberland regt sich Unmut.

Beamte der Einwanderungsbehörde ICE sollen bei Olympia in Italien bei der Sicherheit vor Ort mitwirken.
Foto: Paul Weaver/SOPA Images via ZUMA Press Wire/dpa

Beamte der umstrittenen Einwanderungsbehörde ICE sollen im Auftrag der US-Regierung bei den Olympischen Winterspielen von Mailand und Cortina d’Ampezzo bei der Sicherheit vor Ort mitwirken. Dies berichtete die Nachrichtenagentur AP unter Berufung auf die US-Botschaft in Rom. Die ICE-Beamten sollen demnach den Sicherheitsdienst des US-Außenministeriums unterstützen und keine Einwanderungskontrollmaßnahmen durchführen.

Derzeit ist geplant, dass US-Vizepräsident JD Vance und Außenminister Marco Rubio an der großen Eröffnungsfeier der Winterspiele am 6. Februar teilnehmen. Die ICE-Beamten werden sich auf die Sicherheit konzentrieren. Bundesbehörden haben bereits bei früheren Olympischen Spielen die Sicherheit für US-Diplomaten unterstützt, wie AP berichtet.

Auf Anfrage teilte das Internationale Olympische Komitee mit, dass die Sicherheit bei den Olympischen Spielen in der Verantwortung der Behörden des Gastgeberlandes liege. Es wurde betont, dass diese eng mit den teilnehmenden Delegationen zusammenarbeiten würden. Das IOC verwies zudem auf das Olympische und Paralympische Komitee der USA.

Mailänder Bürgermeister lehnt ICE ab

Der mögliche Einsatz von Beamten der Behörde sorgt im Gastgeberland der Winterspiele für Aufregung. Der Bürgermeister von Mailand, Giuseppe Sala, lehnt deren Präsenz ab. «Als Bürgermeister von Mailand und als Italiener möchte ich auf keinen Fall, dass diese private Polizeitruppe nach Mailand kommt. Es handelt sich um eine Polizei, die völlig illegal agiert und tötet.»

Die Behörde gerät nach den tödlichen Schüssen auf zwei US-Bürger während ihrer Einsätze in die Kritik. Renée Good wurde Anfang Januar durch Schüsse eines ICE-Beamten getötet. Am vergangenen Samstag wurde der Krankenpfleger Alex Pretti bei einem Einsatz von Bundesbeamten erschossen. Es gibt landesweite Proteste gegen die Abschiebepolitik von US-Präsident Donald Trump und das Vorgehen der Einsatzkräfte.

dpa