Bochum und Werder liefern sich ein Duell auf Augenhöhe. Viele Torchancen bekommen die Zuschauer nicht zu sehen. Dafür hat der Schiedsrichter viel zu tun.
Kampf und Traumtore: Remis zwischen Bremen und Bochum

Werder Bremen hat sich in letzter Minute ein Unentschieden gegen den direkten Abstiegskampf-Konkurrenten VfL Bochum erkämpft.
Nach dem umjubelten Ausgleich von Niklas Stark in der dritten Minute der Nachspielzeit trennte sich die Mannschaft von Trainer Ole Werner 1:1 (0:0) vom Revierclub. Zuvor hatte Patrick Osterhage Bochum mit einem sehenswerten Distanzschuss in Führung gebracht (64.). Beide Teams haben nun 17 Zähler und einen Vorsprung von sechs Punkten auf den Relegationsplatz.
Werder und der VfL zeigten vor 26.000 Zuschauern im Ruhrstadion einen großen Einsatz. Das fußballerische Niveau der Partie blieb jedoch sehr niedrig. Die Bremer warten auch nach dem Abschluss der Hinrunde in der Fußball-Bundesliga immer noch auf ihren ersten Auswärtssieg der Saison.
Ruppige Anfangsphase
Unter leichtem Nieselregen und Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt entwickelte sich von Anfang an ein intensives Spiel. Beide Mannschaften überschritten immer wieder die Grenze des Erlaubten. Bereits in der 3. Minute erhielt Cristian Gamboa von Bochum die erste Gelbe Karte und auch danach blieb es rau. Es gab nur wenige fußballerische Höhepunkte. Nach einer halben Stunde hatten die Zuschauer zwei Rudelbildungen, aber noch keine Torchance gesehen. Schiedsrichter Tobias Stieler hatte immer wieder Schwierigkeiten, die erhitzten Gemüter zu beruhigen.
Um sich dem Tor zu nähern, versuchten die Gastgeber immer wieder mit langen Bällen in die Spitze. Häufig war Torwart Manuel Riemann der Ausgangspunkt dieser Angriffsversuche. Allerdings standen beide Abwehrreihen gut, hatten meistens die Kontrolle in der Luft und ließen kaum Strafraumszenen zu. Es dauerte bis zur 34. Minute, bis ein Torhüter zum ersten Mal in seiner Kernkompetenz gefordert wurde: Bremens Michael Zetterer parierte einen starken Schuss von Matus Bero aus kurzer Distanz.
Bochum gefährlicher
Bochum war die gefährlichere Mannschaft von zwei recht harmlosen Teams. Trotz einer schönen Vorlage von Christopher Antwi-Adjei verfehlte Gonçalo Paciência das Tor von Werder deutlich mit einem Schuss aus der Distanz (49.). Auf der anderen Seite ging Justin Njinmah nach einem Zweikampf mit Osterhage im Strafraum zu Boden. Die Bremer forderten einen Elfmeter. Stieler überprüfte die Szene noch einmal auf dem Bildschirm am Spielfeldrand und entschied dann jedoch auf Abseits. Njinmah hatte sich zuvor beim Schuss von Jens Stage in der verbotenen Zone aufgehalten.
Werder wurde nun etwas zielstrebiger, doch Bochum traf – und wie! Osterhage knallte den Ball aus rund 20 Metern unhaltbar ins rechte Kreuzeck. Der Stadionsprecher feierte den Treffer bereits als «Tor des Monats Januar». Werder probierte es nun mit wütenden Angriffen – und schaffte in der Nachspielzeit durch Stark tatsächlich noch den Ausgleich.








