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„Keine Hoffnung mehr!“ Basler zeichnet düsteres Gladbach-Szenario

Borussia Mönchengladbach steckt tief in der Krise. Nach sieben Spielen ohne einen einzigen Punkt wächst die Angst vor dem Abstieg. Mario Basler sieht für die Fohlen kaum noch einen Ausweg und zeichnet ein erschreckendes Szenario für die kommenden Monate. Besonders die katastrophale Punkteausbeute und die immer stärker werdende Konkurrenz im Tabellenkeller bereiten dem ehemaligen Nationalspieler große Sorgen. Für Basler könnte Gladbach vor einer der bittersten Spielzeiten der jüngeren Vereinsgeschichte stehen.

Foto: depositphotos

Borussia Mönchengladbach taumelt dem Abstieg entgegen

Bei Borussia Mönchengladbach wird die Lage immer dramatischer. Sieben Spiele, null Punkte und ein Tabellenplatz ganz unten in der Bundesliga. Was vor Saisonbeginn wohl kaum jemand für möglich gehalten hätte, entwickelt sich für die traditionsreiche Borussia zu einem echten Albtraum.

Während andere Mannschaften im Tabellenkeller zumindest gelegentlich punkten und sich langsam von den Abstiegsplätzen entfernen, wartet Gladbach weiterhin auf den ersten Zähler. Die Situation wird dadurch von Woche zu Woche schwieriger. Der Druck auf Mannschaft, Trainer und Vereinsführung steigt.

Mario Basler sieht die Entwicklung mit großer Sorge. Der ehemalige Bayern-Profi und Europameister glaubt inzwischen kaum noch daran, dass sich die Gladbacher aus eigener Kraft aus ihrer misslichen Lage befreien können.

„Gladbach wird eine ganz, ganz bittere Saison erleben, glaube ich.“

Mit dieser Aussage zeichnet Basler ein düsteres Bild von der sportlichen Zukunft der Borussia. Seine Einschätzung ist keine spontane Reaktion auf eine einzelne Niederlage, sondern das Ergebnis einer Entwicklung, die ihn schon seit mehreren Wochen beschäftigt.

„Ich habe da keine große Hoffnung“

Besonders deutlich wird Basler bei der Frage, ob Gladbach den Klassenerhalt noch schaffen kann. In der aktuellen Ausgabe des Podcasts „Basler Ballert“ mit Oliver Dütschke macht er aus seiner Skepsis keinen Hehl.

„Ich habe da keine große Hoffnung, dass Gladbach irgendwie da unten rauskommt.“

Für die Fans der Borussia dürfte diese Aussage besonders schmerzhaft sein. Schließlich handelt es sich bei Gladbach um einen Verein mit großer Tradition, einer leidenschaftlichen Anhängerschaft und dem Anspruch, sich langfristig in der Bundesliga zu etablieren.

Doch von diesen Ansprüchen ist die Mannschaft nach dem katastrophalen Saisonstart weit entfernt.

Basler sieht vor allem ein grundlegendes Problem: Während Gladbach weiterhin auf Erfolgserlebnisse wartet, sammeln die direkten Konkurrenten bereits wichtige Punkte. Dadurch wächst nicht nur der Rückstand, sondern auch der psychologische Druck.

Jeder weitere Spieltag ohne Sieg könnte die Situation erheblich verschärfen.

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Sieben Spiele, null Punkte: Basler rechnet Gladbachs Abstiegsszenario vor

Besonders eindrucksvoll wird Baslers Kritik, als er die Ausgangslage der Borussia anhand der verbleibenden Saison durchrechnet.

Nach sieben Spieltagen sind bereits 21 mögliche Punkte vergeben. Gladbach hat davon keinen einzigen geholt.

„Man muss sich ja mal vorstellen, man hat sieben Spiele gespielt, 21 Punkte sind weg.“

Für Basler ist das ein gewaltiges Problem. Denn auch wenn die Saison noch lang ist, muss die Borussia in den verbleibenden 27 Begegnungen eine Punkteausbeute erreichen, die nach den bisherigen Leistungen kaum vorstellbar erscheint.

Basler setzt für seine Rechnung eine mögliche Marke von 34 Punkten an. Diese könnte seiner Einschätzung nach zumindest eine kleine Chance auf den Klassenerhalt eröffnen. Er räumt allerdings ein, dass möglicherweise auch 36 Punkte notwendig werden könnten.

„Wie willst du 34 Punkte holen?“

Diese Frage bringt seine Zweifel auf den Punkt.

Um die Marke von 34 Zählern zu erreichen, müsste Gladbach beispielsweise zehn Spiele gewinnen und viermal unentschieden spielen. Das wäre nach sieben Niederlagen zum Auftakt eine gewaltige Leistungssteigerung.

Für eine Mannschaft, die bislang keinen einzigen Punkt geholt hat, erscheint eine solche Serie aus Baslers Sicht äußerst schwierig.

Die Konkurrenz im Tabellenkeller macht Gladbach zusätzlich Probleme

Erschwerend kommt hinzu, dass andere Mannschaften im Kampf um den Klassenerhalt deutlich erfolgreicher unterwegs sind.

Besonders die Entwicklung des Hamburger SV und der SV Elversberg zeigt, wie schnell sich die Ausgangslage in der Bundesliga verändern kann.

Der HSV hat nach einem schwierigen Saisonbeginn wieder in die Erfolgsspur gefunden. Basler erkennt bei den Hamburgern eine deutliche Verbesserung gegenüber den ersten Spielen.

„Irgendwie sehe ich eine andere Mannschaft bei den Hamburgern.“

Der frühere Nationalspieler lobt insbesondere die Entwicklung unter Trainer Merlin Polzin. Die Mannschaft wirke inzwischen gefestigter und sammle wichtige Punkte.

Auch Elversberg sorgt für Aufsehen. Der Aufsteiger präsentiert sich nach Baslers Einschätzung bemerkenswert stabil und spielt mit einer Selbstverständlichkeit, die vielen anderen Mannschaften im Tabellenkeller fehlt.

Während Gladbach weiterhin auf den ersten Punkt wartet, haben sich andere Vereine bereits ein kleines Polster erarbeitet.

Für die Borussia bedeutet das: Selbst wenn die Mannschaft bald ihre ersten Siege feiern sollte, müsste sie gleichzeitig darauf hoffen, dass die Konkurrenz Punkte liegen lässt.

Zehn Punkte Rückstand auf Elversberg zeigen das ganze Ausmaß

Besonders deutlich wird die prekäre Situation beim Vergleich mit der SV Elversberg.

Der Aufsteiger liegt nach den im Gespräch genannten Tabellenständen bereits zehn Punkte vor Borussia Mönchengladbach.

Ein bemerkenswerter Unterschied nach gerade einmal sieben Spieltagen.

Elversberg gilt nicht als Verein mit vergleichbaren finanziellen Möglichkeiten oder einer ähnlich großen Bundesliga-Tradition. Dennoch steht die Mannschaft deutlich besser da als die Borussia.

Basler traut dem Aufsteiger sogar zu, sich langfristig aus dem Abstiegskampf herauszuhalten.

„Ich glaube, die haben mit dem Abstieg nicht so viel zu tun.“

Damit verschärft sich die Situation für Gladbach zusätzlich. Denn die Borussia kann nicht darauf bauen, dass vermeintlich kleinere Vereine automatisch in den Tabellenkeller abrutschen.

Im Gegenteil: Gerade diese Mannschaften sammeln derzeit die Punkte, die Gladbach dringend benötigt.

Verletzungssorgen können die Gladbach-Krise nicht erklären

Natürlich hat Borussia Mönchengladbach auch mit personellen Problemen zu kämpfen.

Im Gespräch wird darauf hingewiesen, dass der Mannschaft zuletzt mehrere Spieler nicht zur Verfügung standen. Zeitweise fehlten demnach sieben Akteure.

Solche Ausfälle können gerade für einen Verein, dessen Kader nicht auf jeder Position gleichwertig besetzt ist, erhebliche Auswirkungen haben.

Doch für Basler ändert das nichts an seiner grundsätzlichen Einschätzung.

Denn die Tabelle kennt keine Entschuldigungen. Verletzungen, Formschwächen oder unglückliche Spielverläufe können einzelne Niederlagen erklären. Nach sieben Spielen ohne Punktgewinn wird daraus jedoch ein grundsätzliches sportliches Problem.

Die Borussia benötigt nicht nur die Rückkehr verletzter Spieler, sondern vor allem eine deutliche Verbesserung ihrer Ergebnisse.

Und genau daran hat Basler erhebliche Zweifel.

Ausgerechnet jetzt wartet der VfB Stuttgart

Die kommenden Aufgaben machen die Lage nicht einfacher.

Als nächster Gegner wartet laut Spielplan der im Podcast besprochene Auswärtsauftritt beim VfB Stuttgart. Für Gladbach ist das alles andere als eine angenehme Aufgabe.

Die Stuttgarter gehören zu den Mannschaften, die über eine hohe individuelle Qualität verfügen und offensiv jederzeit gefährlich werden können.

Für die Borussia bedeutet das, dass sie ausgerechnet in ihrer bislang schwierigsten Saisonphase gegen einen anspruchsvollen Gegner antreten muss.

Ein weiterer Rückschlag würde den Druck zusätzlich erhöhen.

Denn jeder verlorene Spieltag verkürzt die Zeit, in der Gladbach den Rückstand auf die Konkurrenz noch aufholen kann.

Basler erwartet deshalb keine schnelle Wende.

„Das wird ganz bitter, dieses Jahr für die Gladbacher.“

Droht Gladbach eine historische Katastrophensaison?

Die Zahlen sprechen nach dem im Podcast geschilderten Saisonstart eine deutliche Sprache. Null Punkte aus sieben Spielen sind eine Ausgangslage, aus der sich eine Mannschaft nur mit einer erheblichen Leistungssteigerung befreien kann.

Dabei geht es längst nicht mehr nur um einzelne taktische Anpassungen oder personelle Veränderungen. Gladbach braucht Erfolgserlebnisse, um neues Selbstvertrauen aufzubauen.

Doch genau darin liegt die Schwierigkeit. Eine Mannschaft, die Woche für Woche verliert, gerät zunehmend unter Druck. Fehler wiegen schwerer, die Verunsicherung wächst und die Angst vor der nächsten Niederlage kann das eigene Spiel zusätzlich belasten.

Baslers Rechnung zeigt, wie groß die Herausforderung geworden ist.

Selbst wenn Gladbach künftig deutlich besser spielen sollte, reichen einzelne Siege nicht aus. Die Borussia müsste über einen längeren Zeitraum regelmäßig punkten, um überhaupt wieder Anschluss an die Nichtabstiegsplätze zu finden.

Der ehemalige Nationalspieler sieht dafür momentan kaum Anzeichen.

Basler leidet mit der Borussia – glaubt aber nicht an die Rettung

Bemerkenswert ist, dass Basler seine Kritik nicht mit Schadenfreude verbindet.

Der frühere Bundesligaprofi macht deutlich, dass ihm die schwierige Situation des Traditionsvereins persönlich leidtut.

„Ich habe wirklich, und das tut mir im Herzen weh …“, sagt Basler, bevor er seine düstere Einschätzung bekräftigt.

Für ihn wäre ein weiterer Absturz der Borussia eine bittere Entwicklung. Doch seine Sympathie für den Verein ändert nichts an der sportlichen Bewertung.

Sieben Spiele ohne Punkte, ein wachsender Rückstand auf die Konkurrenz und ein schwieriges Restprogramm lassen ihn an einer erfolgreichen Aufholjagd zweifeln.

Noch ist die Saison nicht entschieden. Es bleiben 27 Spieltage, und im Fußball sind auch außergewöhnliche Wendungen möglich.

Doch Mario Basler glaubt derzeit nicht daran, dass Borussia Mönchengladbach die notwendige Wende gelingt.

„Ich habe da keine große Hoffnung, dass Gladbach irgendwie da unten rauskommt. Das wird ein ganz bitteres Jahr für Gladbach, glaube ich.“

Eine Aussage, die bei den Fans der Fohlen für große Sorgen sorgen dürfte. Denn wenn Baslers Prognose eintrifft, könnte Borussia Mönchengladbach am Ende einer Saison stehen, die niemand im Verein so erwartet hat.

TS