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Klopp räumt beim DFB auf! Basler sieht für Sané keine Zukunft

Jürgen Klopp schlägt beim DFB einen neuen Weg ein. Mario Basler begrüßt den Umbruch, glaubt aber, dass dieser für einige etablierte Nationalspieler Konsequenzen haben wird. Besonders bei Leroy Sané wird der Europameister deutlich.

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Foto: depositphotos

Jürgen Klopp macht beim DFB offenbar ernst mit dem Neustart. Ein großer Kreis von 44 Spielern, zahlreiche junge Gesichter und einige prominente Namen, die zunächst keine Rolle spielen: Für Mario Basler ist die Richtung klar. Der neue Bundestrainer will eine Mannschaft nach seinen Vorstellungen formen.

Im Podcast „Basler Ballert“ mit Oliver Dütschke begrüßt Basler diesen Ansatz ausdrücklich. Vor allem Klopps klare Kommunikation und dessen Bereitschaft, auch ungewöhnliche Entscheidungen zu treffen, gefallen ihm.

„Das sind die Spieler, die er im Kopf hat für die nächsten zwei Jahre“, sagt Basler über den großen Kreis von 44 Spielern. Für ihn geht es in den kommenden Wochen deshalb weniger um kurzfristige Ergebnisse als darum, herauszufinden, welche Spieler Klopps Anforderungen erfüllen können.

Basler sieht Sané nicht in Klopps System

Für Leroy Sané könnte der Neustart allerdings schlechte Nachrichten bedeuten. Basler zweifelt deutlich daran, dass der Offensivspieler in Klopps Plan eine größere Rolle spielen wird.

Dabei geht es ihm nicht um Sanés individuelle Qualitäten. Basler sieht das Problem vielmehr in der Spielweise, die Klopp über Jahre geprägt hat: aggressives Pressing, hohe Intensität und konsequente Arbeit gegen den Ball.

Genau dort sieht Basler bei Sané Defizite.

„Das Pressen nach vorne, das kann Sané nicht.“

Seine Prognose fällt deshalb deutlich aus. Mit Blick auf eine mögliche Rückkehr Sanés sagt Basler: „Das wird Jürgen Klopp sich nicht antun.“ Für ihn passt der Offensivspieler nicht zu der Fußballidee, die Klopp nun etablieren könnte.

Bei Klopp soll nur die Leistung zählen

Sané ist dabei für Basler nur ein Beispiel für den neuen Umgang mit etablierten Namen. Auch die Nichtberücksichtigung von Deniz Undav diskutieren Basler und Dütschke.

Baslers Haltung ist eindeutig: „Es geht bei Jürgen Klopp nur Leistung.“

Vergangene Verdienste sollen aus seiner Sicht keine Garantie mehr für eine Nominierung darstellen. Wer sportlich nicht überzeugt oder nicht in Klopps System passt, muss um seinen Platz kämpfen.

Basler fordert Geduld mit Klopps DFB-Neustart

Gleichzeitig warnt Basler davor, vom neuen Bundestrainer sofort Titel und Fußballfeste zu verlangen. Deutschland müsse nach den vergangenen Jahren wieder eine Mannschaft entwickeln, die Begeisterung auslösen kann.

„Lass uns einfach mal jetzt zwei Jahre lang einen Aufbau starten“, fordert Basler.

Selbst Rückschläge bei einem großen Turnier wären für ihn verkraftbar, wenn gleichzeitig eine junge Mannschaft mit langfristiger Perspektive entsteht. Erst später könne Deutschland wieder realistisch über die ganz großen Ziele sprechen.

Basler erwartet deshalb auch bei den ersten Spielen unter Klopp keine Wunderdinge. Entscheidend sei zunächst, dass sich Auftreten, Leidenschaft und Mentalität verändern.

Für Leroy Sané könnte genau dieser Neustart allerdings zur entscheidenden Hürde werden. Baslers Einschätzung ist jedenfalls eindeutig: Wenn Klopp seinen bekannten Fußball konsequent durchzieht, sieht er für Sané im neuen DFB-Team kaum eine Perspektive.

TS