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David Storl verabschiedet sich von der Leichtathletik

Der zweifache Kugelstoß-Weltmeister David Storl wurde bei den deutschen Hallen-Meisterschaften in Leipzig offiziell verabschiedet, nachdem er sein Karriereende angekündigt hatte.

David Storl (M) wurde bei den deutschen Hallen-Meisterschaften in Leipzig verabschiedet.
Foto: Sebastian Willnow/dpa

Nachdem er sein Karriereende bekannt gegeben hatte, wurde der zweimalige Kugelstoß-Weltmeister David Storl zum Beginn der deutschen Hallen-Meisterschaften in Leipzig verabschiedet. Der 33-jährige Familienvater war über einen langen Zeitraum hinweg ein zuverlässiger Lieferant von Titeln und Medaillen in der deutschen Leichtathletik.

«Ich bin ganz happy, von hier oben schauen zu können und die Athleten machen zu lassen», sagte der Lokalmatador zu Beginn der Titelkämpfe als Co-Kommentator des Kugelstoß-Wettbewerbs der Frauen. «Als Sportler großartig – als Mensch, Familienmensch, als Vater genauso großartig. Uns lässt Du ein bisschen ratlos zurück. Wir suchen den neuen David», sagte der deutsche Verbandspräsident Jürgen Kessing.

Storl hatte seinen letzten nationalen Titel vor dem Brandenburger Tor in Berlin im Jahr 2022 gewonnen und seit 20 Monaten keinen Wettkampf mehr bestritten. Nach einem Bandscheibenvorfall im Jahr 2021 erklärte der Olympia-Zweite von 2012, dass es schwierig geworden sei.

Ogunleye sichert sich ersten Titel

Die große Favoritin, Yemisi Ogunleye, sicherte sich den ersten Titel. Die Mannheimerin steht mit 19,57 Metern in dieser Hallensaison derzeit auf Rang drei der Weltrangliste. Die 25 Jahre alte WM-Zehnte darf sich damit auch Hoffnungen bei der Hallen-WM in zwei Wochen in Glasgow machen. In Leipzig genügten der Drehstoß-Technikerin 18,91 Meter zum ersten Meistertitel. Ogunleye entschied sich, auf die letzten beiden Versuche zu verzichten, nachdem sie eigenen Worten zufolge ihr Knie gespürt hatte. Titelverteidigerin Sara Gambetta aus Halle/Saale hatte vor einem Monat ihre Karriere beendet.

Die weiteren Wettkämpfe in Leipzig finden an diesem Samstag und Sonntag statt. Das Kugelstoßen war ausgegliedert worden, um es in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu rücken. Einige hundert Zuschauer verfolgten bei freiem Eintritt die Wettbewerbe. «Das hat uns alle ganz schön gepusht heute», sagte Ogunleye.

dpa