Die 25-Jährige steigerte ihre Bestweite deutlich und verpasste Gold nur knapp. "Ein tolles Geschenk" für das Team.
Silber für Kugelstoßerin Yemisi Ogunleye bei Hallen-WM

Kugelstoßerin Yemisi Ogunleye hat bei den Hallen-Weltmeisterschaften der Leichtathleten mit Silber die erste deutsche Medaille seit sechs Jahren gewonnen.
Die 25-Jährige verbesserte in Glasgow ihre persönliche Bestweite erheblich und verfehlte eine überraschende Goldmedaille mit 20,19 Metern nur um drei Zentimeter. Der Titel ging an die Kanadierin Sarah Mitton. Bronze sicherte sich die amerikanische Freiluft-Weltmeisterin Chase Jackson mit 19,67 Metern.
«Es ist unglaublich, was heute passiert ist», sagte Ogunleye. «Das gibt mir Freude und Zuversicht, meine Reise fortzusetzen.» Die Silbermedaille sei «ein tolles Geschenk» für ihr ganzes Team.
Fünf Monate vor den Olympischen Spielen in Paris trat die Mannheimerin Ogunleye mit der Bestweite von 19,57 Metern an – und übertraf diese gleich im ersten Versuch. Mitton übernahm die Führung im vierten Versuch. Dies reichte für den Titel, auch weil die Weltjahresbeste Jessica Schilder aus den Niederlanden fast einen Meter hinter ihrer Weltjahresbestleistung von 20,31 Metern zurückblieb.
Ogunleye hat die erste Medaille einer deutschen Kugelstoßerin seit dem Silber von Christina Schwanitz vor zehn Jahren gewonnen. Alina Kenzel vom VfB Stuttgart belegte den elften Platz mit 17,80 Metern. Insgesamt starteten nur sieben Sportlerinnen und Sportler des Deutschen Leichtathletik-Verbandes bei den bis zum Sonntag dauernden Titelkämpfen.








