Im Rechtsstreit zwischen Hertha BSC und Fredi Bobic gibt es einen ersten Beschluss. Die Klage des 52-Jährigen gegen seine ordentliche Kündigung wird abgewiesen. Doch es geht weiter.
Landgericht: Ordentliche Kündigung von Bobic rechtmäßig

Im Rechtsstreit zwischen dem Ex-Geschäftsführer Fredi Bobic und Hertha BSC hat das Landgericht Berlin die Klage des 52-Jährigen gegen seine ordentliche Kündigung abgelehnt. Ob auch die fristlose Kündigung, die vom Fußball-Zweitligisten ausgesprochen wurde, rechtmäßig ist, wurde vom Gericht nicht entschieden, wie es in einer Mitteilung hieß.
Am 27. Mai um 10.00 Uhr wurde ein Termin für die Fortsetzung der mündlichen Verhandlung festgelegt. Es besteht die Möglichkeit einer Beweisaufnahme. Es ist denkbar, dass Bobic als Zeuge vorgeladen wird. Das Teilurteil ist noch nicht rechtskräftig. Es besteht die Möglichkeit, dagegen Berufung einzulegen.
Der entscheidende Punkt des Verfahrens betrifft die Rechtmäßigkeit der außerordentlichen Kündigung. Nach der ordentlichen Kündigung hat Bobic Anspruch auf eine vertraglich festgelegte Abfindung, bei einer rechtmäßigen außerordentlichen Kündigung nicht. Für die finanziell angeschlagene Hertha geht es dabei um viel Geld.
Gericht sieht Argumente für beide Seiten
Der 52-Jährige wurde Anfang 2023 zunächst ordentlich und dann außerordentlich vom Fußball-Zweitligisten entlassen. Letztere basiert auf zwei Gründen: Laut der Vorsitzenden Richterin Dr. Astrid Zilm wurde dem Verein zugetragen, dass Bobic geheime Unterlagen an Herrn Hellmann weitergegeben haben soll.
Es wurden keine weiteren Informationen dazu offenbart. In diesem Fall hätte der 52-Jährige gegen eine Geheimhaltungsklausel verstoßen. Aus diesem Grund rechtfertigt Hertha den Ausspruch einer Verdachtskündigung.
In diesem Fall hätte Hertha Bobic jedoch diesem unbewiesenen Verdacht Gehör schenken müssen. Dies geschah nicht. Die Anwälte des ehemaligen Managers behaupten, dass die Einladung zur Anhörung Bobic zu kurzfristig zugestellt wurde. Das Gericht sah Argumente für beide Seiten.
Bobic hatte vor seiner regulären Kündigung nach der Derby-Niederlage gegen Union Berlin heftig auf eine Reporterfrage reagiert. Kurz darauf entschuldigte er sich für den Vorfall. Hertha betrachtet dies als Verstoß gegen den Verhaltenskodex des Vereins.








