Leipzig gewinnt souverän und behält den Tabellenvierten der Bundesliga im Visier.
RB Leipzig triumphiert mit 4:1 gegen VfL Bochum

RB Leipzig hat vor dem schweren Champions League-Duell mit Real Madrid neuen Mut geschöpft. Das Team von Trainer Marco Rose gewann vier Tage vor dem Achtelfinal-Rückspiel in der spanischen Hauptstadt beeindruckend mit 4:1 (1:1) gegen den zuletzt heimstarken VfL Bochum.
Die Gäste erfüllten ihre Favoritenrolle und bleiben dem Tabellenvierten der Fußball-Bundesliga aus Dortmund bei nur einem Punkt Rückstand auf den Fersen, nach einem bisher mäßigen Start ins Jahr. Vor 24.200 Zuschauern im Vonovia Ruhrstadion erzielten Dani Olmo (30. Minute), Lois Openda (68.), Ivan Ordets (Eigentor/71.) und Yussuf Poulsen (72.) die Tore für den verdienten Sieg der Gäste.
Im Gegensatz dazu musste der VfL, der vor zwei Wochen am selben Ort noch den deutschen Rekordmeister FC Bayern besiegt hatte und nach dem frühen Treffer von Maximilian Wittek (3.) auf einen weiteren Erfolg hoffte, zum ersten Mal nach zuvor acht Heimspielen ohne Niederlage einen Rückschlag hinnehmen. Die Rote Karte für Moritz Kwarteng in der 86. Minute nach einem groben Foulspiel verstärkte den Frust.
Ein beeindruckender Beginn des Spiels sorgte frühzeitig für Begeisterung auf den Rängen. Trotz der Ausfälle einiger Stammkräfte war der Gastgeber kurz davor, in Rückstand zu geraten. Nur die starke Reaktion von Rückkehrer Andreas Luthe, der erstmals seit dem 18. Oktober 2009 im Tor des VfL stand, verhinderte in der dritten Minute einen Treffer von Xavi Simons und somit die Führung Leipzigs.
Peter Gulacsi reagierte nicht so gut wie Luthe auf die erste Chance der Bochumer. Beim Freistoß von Wittek aus etwa 25 Metern unterlief dem RB-Torwart ein schwerwiegender Fehler, als er den harten, aber haltbaren Schuss durchließ. Der Treffer von Leipzig durch Simons (14.), der erst nach Videobeweis wegen einer Abseitsstellung annulliert wurde, erhöhte den Unterhaltungswert der ereignisreichen ersten Minuten zusätzlich.
In einem bisher offenen Schlagabtausch gewannen die Gäste allmählich die Kontrolle und deckten mit schnellen Gegenangriffen wiederholt die Schwächen in der VfL-Defensive auf. Die überlegene Spielkultur wurde belohnt: Der präzise Schuss von Olmo nach zuvor schnellem Kombinationsspiel aus 20 Metern in den Torwinkel war auch für den Ersatz von Riemann, Luthe, nicht zu halten.
Von da an waren die Kräfteverhältnisse auf dem Spielfeld klarer verteilt. Leipzig kontrollierte das Spiel, Bochum setzte auf Konter. Allerdings gab es bis zur Halbzeitpause nicht mehr so viele Torchancen wie zu Beginn des Spiels zu sehen.
Nach dem Wiederanpfiff wurde das Spiel weiterhin flach, da beide Teams im Spielaufbau zu viele leichte Fehler machten. RB-Coach Rose versuchte, das langweilige Spiel seines Teams mit drei Wechseln in der 65. Minute zu beleben. Dies stellte sich als kluge Entscheidung heraus. Nur drei Minuten nach seiner Einwechslung erzielte Openda die Führung, als er nach einem Pass von Amadou Haidara mit einem flachen Schuss ins lange Eck traf.
Dieser Treffer sollte sich als entscheidender Moment für die Leipziger erweisen. Als der auffällige Simons versuchte, sich mit einem Querpass vor dem Bochumer Tor durchzusetzen, beförderte VfL-Abwehrspieler Ordets den Ball ins eigene Netz. Mit dem 4:1 durch den ebenfalls eingewechselten Poulsen war der Widerstand der Bochumer endgültig gebrochen.








