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Mainz steckt im Tabellenkeller fest: Nur 1:1 gegen Gladbach

Mainz 05 kommt im Tabellenkeller nicht voran. Gegen Borussia Mönchengladbach reichte es trotz guter Leistung nur zum Remis. Die Gladbach bleiben zum neunten Mal auswärts sieglos.

Gladbachs Mannschaft jubelt nach dem Tor zum 1:1.
Foto: Torsten Silz/dpa

Die Motivationskunst des Gute-Laune-Trainers Bo Henriksen hat nicht gereicht, um den zweiten Sieg seiner Amtszeit beim FSV Mainz 05 zu erzielen. Der Tabellenvorletzte musste sich mit einem 1:1 (1:0) im Fußball-Bundesligaspiel gegen Borussia Mönchengladbach begnügen.

Die Möglichkeit, den 1. FC Köln im Abstiegskampf vom Relegationsplatz zu verdrängen, musste zumindest vorerst aufgeschoben werden. Jonathan Burkardt (12. Minute) brachte die Platzherren vor 33.305 Zuschauern in der ausverkauften Mewa-Arena in Führung. Den Ausgleich erzielte Nathan Ngoumou (55.). Mit dem Unentschieden sind die Gladbacher nun seit neun Auswärtsspielen ohne Sieg.

Der 49-jährige Däne Henriksen hatte vor dem Anpfiff seine Mannschaft dazu aufgefordert, 100 Prozent zu geben und mit Dynamik und Power zu spielen, aber sie zumindest verbal von einer Last zu befreien: «Wenn wir absteigen, dann ist das meine Verantwortung.» Die Spieler verstanden die Worte ihres Trainers, kämpften, rackerten und setzten die Gäste von der ersten Minute an konstant unter Druck.

Der schnelle Führungstreffer von Mittelstürmer Burkardt, der 23 Jahre alt ist, gab durch seinen kraftvollen Schuss aus dem Strafraum in den linken Winkel zusätzlichen Schwung und Rückenwind. Es war allein Borussia-Torwart Moritz Nicolas zu verdanken, dass die Gladbacher nicht bereits in der ersten Halbzeit mit dem Gefühl, Verlierer zu sein, in die Kabine gehen mussten.

In der 24. Minute parierte Nicolas zunächst einen Flachschuss von Silvan Widmer aus der Nähe, der ungedeckt war. Kurz darauf reagierte er erneut bravourös nach einer Flanke von Nadiem Amiri, einem Neuzugang aus Mainz: Sein Teamkollege Manu Koné hatte den Ball mit dem Kopf in Richtung des eigenen Tores gelenkt und Nicolas lenkte ihn über die Latte.

Eine Woche zuvor hatten die Gladbacher den VfL Bochum mit 5:2 besiegt. Gegen die Mainzer spielten sie in der ersten Halbzeit völlig ideen- und hilflos, ohne jeglichen Offensivdrang, ohne gefährliche Konter. Und sie hatten noch einmal Glück, als Leandro Barreiro (42. +2) knapp neben das gegnerische Tor köpfte.

Borussia-Trainer Gerardo Seoane dürfte in der Kabine Kritik an dem schwachen Auftritt geäußert haben, was sich auswirkte. Plötzlich ergriffen die Gladbacher mehr die Initiative – mit Erfolg. Nach einem Ballverlust von Barreiro im Mittelfeld flankte Florian Neuhaus in den Strafraum, wo Ngoumou aus sechs Metern zum Ausgleich köpfte.

Der Treffer war ein Weckruf für die Gladbacher, die daraufhin sofort zwei große Chancen hatten, das Spiel zu drehen. Innerhalb von zwei Minuten (63./64.) vereitelte der Mainzer Torwart Robin Zentner jedoch ein weiteres Gegentor: Zuerst scheiterte Neuhaus mit einem Schuss und dann Koné mit einem Kopfball an dem 05-Schlussmann. Beim letzten Spiel gegen Bayer Leverkusen hatte er durch einen Fehler die Niederlage (1:2) mitverschuldet.

dpa