Mobiles Menü schließen
Startseite Schlagzeilen

Manchester United entfesselt, Liverpool im freien Fall

Zwei Traditionsklubs, zwei völlig gegensätzliche Entwicklungen: Während Manchester United mit einem furiosen 3:2 gegen Arsenal ein Ausrufezeichen setzt, steckt der FC Liverpool nach der späten Pleite in Bournemouth tief in der Krise.

Artikel hören

Foto: Newsflash24

Manchester United entfesselt – Sieg mit Signalwirkung

Der 3:2-Erfolg von Manchester United gegen Arsenal ist für Markus Babbel weit mehr als ein spektakuläres Ergebnis. Für ihn war es eine Leistung mit klarer Handschrift: kompakt verteidigt, diszipliniert gearbeitet und in den Umschaltmomenten eiskalt. United habe aus dem Spiel heraus kaum etwas zugelassen – ein bemerkenswerter Fakt gegen ein Team wie Arsenal.

Besonders die Schlussphase unterstreicht die neue Mentalität. United blieb mutig, wartete auf die richtigen Momente und schlug dann mit technischer Qualität und Tempo zu. Die Tore von Doku und Matheus Cunha stehen sinnbildlich für eine Mannschaft, die wieder an sich glaubt.

Die Carrick-Wirkung: United findet zurück zur eigenen DNA

Babbel lobt dessen tiefes Verständnis für den Klub. Carrick lasse Manchester United wieder „Manchester United-Dinge“ tun: keine taktischen Spielereien, sondern Klarheit, Hierarchie und einfache Prinzipien.

Auffällig ist die Rückkehr einer stabilen Achse. Führungsspieler wie Maguire, Casemiro und Bruno Fernandes werden gestärkt und übernehmen Verantwortung. Für Babbel ist genau das der Unterschied zu den vergangenen Monaten: United funktioniert wieder als Mannschaft – und nicht als Ansammlung von Einzelspielern.

Arsenal verliert die Leichtigkeit

Trotz Tabellenführung sieht Babbel bei Arsenal erste Risse. Seit dem großen Highlight-Spiel gegen Bayern fehle die spielerische Leichtigkeit. Tempo, Passschärfe und Positionsspiel seien nicht mehr auf dem gewohnten Niveau. Gegen United sei Arsenal zwar engagiert gewesen, habe aber kaum Lösungen aus dem Spiel heraus gefunden.

Babbel ordnet die Niederlage als mögliche mentale Delle ein. Die Rolle des Gejagten sei psychologisch anspruchsvoll – und koste Energie. Entscheidend werde sein, wie Arsenal auf diese Phase reagiert.

Liverpool im freien Fall – defensive Probleme eskalieren

Deutlich drastischer fällt Babbels Urteil über den FC Liverpool aus. Die 2:3-Niederlage beim AFC Bournemouth, kassiert in der Nachspielzeit, ist für ihn ein Sinnbild der gesamten Saison. „Hanebüchen verteidigt“, lautet sein vernichtendes Fazit.

Liverpool bekomme zu einfache Gegentore, verliere nach eigenen Treffern die Ordnung und wirke im Rückwärtsgang nicht bereit, konsequent zu verteidigen. Für Babbel stimmt die Balance nicht: Offensivqualität sei vorhanden, doch zu wenige Spieler seien bereit, die notwendige Defensivarbeit zu leisten.

Zweifel an der Champions-League-Qualifikation

Besonders brisant: Babbel äußert offen Zweifel an einer Champions-League-Teilnahme Liverpools. Angesichts hoher Investitionen wäre ein Verpassen der Königsklasse aus seiner Sicht der Worst Case. Trainer Arne Slot stehe vor einer Mammutaufgabe – vor allem müsse die Defensive stabilisiert werden. Ohne eine verlässliche Null werde es in dieser Liga extrem schwer.

Hoffnungsschimmer Champions League?

Ein möglicher Ausweg könnte ein anderer Wettbewerb sein. Babbel verweist auf eigene Erfahrungen: Pokal- und Europapokalspiele können neue Energie freisetzen. Doch auch hier warnt er vor falscher Sicherheit. Ohne Selbstvertrauen aus der Liga werde es auch international gefährlich.

TS