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Messi wieder Weltfußballer – Haaland geht leer aus

Nicht Torgarant Erling Haaland, sondern Lionel Messi ist Weltfußballer. Auch Pep Guardiola feiert. Gedacht wird an Franz Beckenbauer.

Erneut Fußballer des Jahres: Der Argentinier Lionel Messi.
Foto: Ryan Sun/AP/dpa

Lionel Messi bleibt immer im Rampenlicht: Trotz seines Rücktritts von der großen Sportbühne wurde der argentinische Weltmeister zum Weltfußballer des Jahres gewählt.

Der 36-Jährige erhielt in London eine Ehrung, obwohl er nicht anwesend war. Überraschenderweise setzte er sich gegen den Torgaranten Erling Haaland (23) von Triple-Sieger Manchester City sowie Kylian Mbappé (25) von Paris Saint-Germain durch. Messi, der im Sommer zu Inter Miami in die USA zog, konnte seine achte FIFA-Auszeichnung feiern – im Hammersmith Apollo war eher verhaltener Applaus zu hören.

Deutsche Profis spielten bei der festlichen Gala keine Rolle. DFB-Kapitän Ilkay Gündogan, Marc-André ter Stegen und Ann-Kathrin Berger haben es in die Shortlist der Kategorien bester Spieler, bester Torhüter und beste Torhüterin geschafft, wurden jedoch nicht für die Endauswahl ausgewählt.

Zwischen den Preisverleihungen stand die Gala für einen Moment auch im Zeichen von Franz Beckenbauer. «Franz war bei Weitem der beste und wichtigste Spieler in der Geschichte des deutschen Fußballs», sagte der langjährige Wegbegleiter Paul Breitner sichtlich bewegt im Saal. «Er war ein außergewöhnlicher Mensch.» Es seine «große Ehre und ein Vergnügen» gewesen, mit Beckenbauer in einem Team zu spielen. Auch der beiden weiteren in der jüngeren Vergangenheit gestorbenen Ikonen, dem Engländer Sir Bobby Charlton und dem Brasilianer Mário Zagallo, wurde gedacht.

Haaland hätte die offiziell «The Best» getaufte Auszeichnung nach seinem herausragenden Jahr mit City durchaus verdient gehabt. Der frühere Dortmunder erzielte wettbewerbsübergreifend 44 Tore in 54 Spielen – und gewann nicht nur das Triple aus Champions League, Premier League und FA-Cup, sondern auch den UEFA-Supercup und die Club-WM. 

Trotzdem war es erneut Messi, der den sportlichen Wert der Auszeichnung in Frage stellt, die seit einigen Jahren wieder mit dem Ballon d’Or konkurriert. Im vergangenen Jahr hatte Messi den Ballon d’Or gewonnen, weil auch der WM-Titel in Katar 2022 in die Bewertung einbezogen wurde. Auf Vereinsebene ist der 36-Jährige jedoch längst am Rande des Weltfußballs angekommen. Wahlberechtigt sind Trainer, Spieler, Journalisten – und die Fans, die Messi nach wie vor überwiegend in ihrem Herzen tragen.

Guardiola hatte die Wahl erstmals im Jahr 2011 gewonnen, damals noch als Coach des FC Barcelona. «Vielen, vielen Dank», sagte der frühere Trainer des FC Bayern auf der Bühne. «Ich möchte diese Trophäe mit Simone und Luciano teilen. Ich möchte diese Trophäe mit Manchester teilen.» Zum Abschluss einer Rede dankte der einstige Profi zudem seiner Familie, die ihn in die englische Metropole begleitet hatte.

Wiegman hatte die FIFA-Wahl bereits 2017, 2020 und 2022 gewonnen. «Einige von euch denken wahrscheinlich: „Da ist sie wieder“. Das tut mir leid», sagte die gut gelaunte Niederländerin.

dpa