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Weitsprung-Europameisterin Malaika Mihambo plant weitere Erfolge in olympischer Saison

Mihambo freut sich auf die Sommerspiele in Paris und möchte ihr Training optimieren, um noch bessere Leistungen zu erzielen.

Malaika Mihambo (M) jubelt nach ihrem EM-Sieg im Weitsprung.
Foto: Riccardo de Luca/AP

Malaika Mihambo, die Weitsprung-Europameisterin, glaubt, dass sie nach ihrem beeindruckenden Sprung zu Gold noch größere Weiten in dieser olympischen Saison erreichen kann. In Rom gelang der 30-Jährigen mit 7,22 Metern der zweitbeste Sprung ihrer Karriere und der weiteste weltweit in diesem Jahr.

Die Olympiasiegerin, zweimalige Weltmeisterin und nun auch zweimalige Europameisterin reist mit einem sehr guten Gefühl zu den Sommerspielen nach Paris, wo es Anfang August um Gold geht. «Ich freue mich darauf, die nächsten zwei Monate zu trainieren, weil ich weiß, dass wir noch nicht alle Register gezogen hatten, was Trainingstechnik angeht», sagte Mihambo, obwohl sie bis auf acht Zentimeter an ihre Bestweite herangekommen war. Beim ersten WM-Titel 2019 in Doha war sie 7,30 Meter weit gesprungen.

Verletzung aus dem Vorjahr überwunden

In Rom bekam sie nach ihrem zweiten Versuch nach eigenen Worten eine Gänsehaut. Die Leistung sei gar nicht hoch genug einzuschätzen. Zur Favoritenrolle für Olympia äußerte sich Mihambo jedoch gewohnt zurückhaltend – sie will zunächst auf die eigene Leistung schauen.

«Beim Weitsprung nützt einem die beste Form nichts, wenn man zwei Millimeter übertritt. Klar ist aber auch, dass ich bei einer Meisterschaft alles gebe, bis der letzte Sprung vorbei ist», sagte die Heidelbergerin, die nach ihrem Muskelfaserriss im Vorjahr zurück zu alter Stärke gefunden hat.

Weber: «Nicht die schönsten Würfe»

Der Speerwerfer Julian Weber war erfreut über die Silbermedaille und seine zweite internationale Medaille, obwohl ihn der Tscheche Jakub Vadlejch im letzten Versuch überholte und den zweiten aufeinanderfolgenden EM-Titel des Mainzers verhinderte. Vadlejch nahm mit 88,65 Metern Rache für die Niederlage bei der EM vor zwei Jahren in München, nachdem Weber lange Zeit mit 85,94 Metern aus dem ersten Versuch geführt hatte.

Bis zu den Olympischen Spielen möchte der 29 Jahre alte Mainzer noch einige Dinge verbessern. «Technisch kann ich noch viel machen. Das waren – ehrlich gesagt – nicht die schönsten Würfe heute», sagte Weber. Er möchte noch mehr Routine und Sicherheit bekommen.

Deutsches Team mit elf Medaillen

Am sechsten und letzten Tag der EM gewann das deutsche Team insgesamt fünf Medaillen durch Mihambo und Weber sowie Bronze für Stabhochspringer Oleg Zernikel und die beiden Männer-Staffeln. Insgesamt wurden elf Medaillen gewonnen, wobei Mihambo den einzigen Titel holte. Bei der Heim-EM vor zwei Jahren gab es jeweils sieben Gold- und Silbermedaillen sowie zwei Bronzemedaillen. Die klare Nummer eins in Rom war Gastgeber Italien mit elf Titeln und insgesamt 24 Medaillen.

dpa