Hanna Kebinger muss erneut kämpfen. Erneut wird sie gesundheitlich zurückgeworfen. In der Vorsaison feierte sie dennoch ein Happy End. Darauf hofft sie wieder.
Nach Corona auf Weg nach oben: Kebinger hofft auf Wende

Das Mega-Erlebnis als Schlussläuferin der deutschen Biathlon-Staffel und Platz drei beim Heim-Weltcup in Ruhpolding soll für Hanna Kebinger der Startschuss in wieder bessere Zeiten sein. «Ich habe das Gefühl, dass ich langsam mehr in Schwung komme», sagte die 26-Jährige.
Diesen Winter lief es für die Skijägerin aus Garmisch-Partenkirchen bis jetzt überhaupt nicht gut. Nach den Platzierungen 38 und 32 beim Beginn der Saison hat sie sich in Östersund mit dem Coronavirus angesteckt. Danach konnte sie nicht an den Rennen in Hochfilzen und Lenzerheide teilnehmen.
Wegen Corona tagelang im Bett
«Corona hat schon ordentlich reingehauen», sagte Kebinger. Neun Tage habe sie nur im Bett gelegen, «fünf Tage habe ich mich vom Bett zur Couch bewegt und dann zurück. Das hat ganz schön viel Energie gezogen.»
In Oberhof in der Vorwoche sprangen deshalb auch nur die Ränge 33 und 22 in Sprint und Verfolgung heraus. «Bis vor Oberhof habe ich gemerkt, dass mein Körper wellenartig reagiert. Ich hatte Tage dabei, wo ich mich müde und schlapp gefühlt habe und gar nicht so, als ob ich Sport machen will», sagte Kebinger. Es gehe langsam bergauf, aber topfit sei sie immer noch nicht.
Harter Kampf in der Vorsaison
Bisher hat sie die WM-Norm mit einmal Top acht oder zweimal Top 15 noch nicht erreicht. Franziska Preuß, Vanessa Voigt, Janina Hettich-Walz und Sophia Schneider haben sie. Sechs Damen können mit zur WM nach Nove Mesto.
Die Norm soll erreicht werden, die nächste Möglichkeit für ein gutes Ergebnis hat Kebinger am Freitag im Sprint. Vielleicht würde jedoch wie im Vorjahr auch die halbe Norm ausreichen, um nach Tschechien zu fahren. Auch in der letzten Saison musste Kebinger hart kämpfen. Im November 2022 wurde sie während der Qualifikation für den IBU-Cup krank, lief trotzdem und musste danach zwei Wochen lang pausieren. Anschließend startete sie im unterklassigen Deutschland-Pokal, bevor sie im zweitklassigen IBU-Cup in Pokljuka einen Sieg und zwei zweite Plätze erreichte.
Danach ergab sich die Gelegenheit bei der WM-Generalprobe in Antholz, wo sie als Zehnte der Verfolgung die Hälfte der WM-Norm erreichte und auch in der Staffel gute Leistungen zeigte. Mit der Staffel gewann sie dann in Oberhof WM-Silber. Möglicherweise könnte sich die Geschichte in ihrem Fall wiederholen.








