Rast widmet Sieg den Opfern der Brandkatastrophe von Crans-Montana und ihren Angehörigen, zeigt Trauer und Hoffnung.
Schweizerin Camille Rast gewinnt Weltcup-Riesenslalom in Gedenken an Brandopfer

Die Schweizerin Camille Rast hat den Weltcup-Riesenslalom von Kranjska Gora gewonnen und ihren Sieg den Opfern der Brandkatastrophe von Crans-Montana und ihren Angehörigen gewidmet. «In dieser Woche gab es in meinem Heimatort einen tragischen Unfall und ich denke an diese Familien», sagte die Schweizerin und erinnerte an die 40 Toten und mehr als 100 Verletzten des Silvesterunfalls in dem Ski-Ort.
«Wir fahren für sie an diesem Wochenende», ergänzte Rast, die unweit von Crans-Montana – dem WM-Ort von 2027 – aufgewachsen ist. Kurz nach der Zieldurchfahrt zeigte sie mit dem Handschuh auf ein Trauerflor an ihrem Oberarm, außerdem formte sie mit ihren Händen ein Herz. «Das war nicht einfach», ergänzte sie später im Schweizer Fernsehen und meinte: «Ich hoffe, dass ich heute ein kleines Lachen den Familien schenken konnte.»
Nur Dürr im Finale – und dann deutlich distanziert
Rast gewann in Slowenien vor Julia Scheib aus Österreich (+0,20 Sekunden) und der Amerikanerin Paula Moltzan (+0,47). Die Slalom-Weltmeisterin von 2025 feierte ihren ersten Sieg im Riesentorlauf. Scheib führt weiterhin in der Disziplinwertung vor Rast. In der Gesamtwertung bleibt US-Ass Mikaela Shiffrin – diesmal Fünfte – an der Spitze, ebenfalls vor Rast.
Nur Lena Dürr aus Deutschland schaffte es in den finalen Durchgang. Die erfahrene Sportlerin aus Germering belegte den 18. Platz mit einem Rückstand von 3,44 Sekunden auf Rast, da sie in beiden Läufen einige Fehler machte und teilweise zu vorsichtig fuhr.
Am Sonntag folgt der Slalom
«Schade, denn ein paar Schwünge habe ich wirklich gut gemacht», sagte Dürr im ZDF. «Aber morgen geht es im Slalom weiter, da freue ich mich drauf.» Am Sonntag (09.30/12.15 Uhr/ZDF und Eurosport) steht in Kranjska Gora Dürrs Spezialdisziplin auf dem Programm.








