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Neuer BVB-Trainer: Sahin wird Terzic-Nachfolger

Das ging schnell: Einen Tag nach dem Rücktritt von Trainer Edin Terzic präsentiert der BVB einen Nachfolger. Nuri Sahin genießt in Dortmund einen guten Ruf. Als Coach muss er sich noch beweisen.

Nuri Sahin (l) folgt Edin Terzic und wird neuer BVB-Trainer.
Foto: Federico Gambarini/dpa

Nuri Sahin wurde als neuer Trainer von Borussia Dortmund vorgestellt. Der 35-Jährige tritt die Nachfolge von Edin Terzic an, wie der Fußball-Bundesligist aus dem Ruhrgebiet bekanntgab. Der ehemalige BVB-Spieler Sahin hat bei den Dortmundern einen Vertrag bis zum 30. Juni 2027 unterschrieben.

«Es ist mir eine große Ehre, Trainer von Borussia Dortmund sein zu dürfen. Ich möchte mich bei allen Verantwortlichen des Clubs für das in mich gesetzte Vertrauen bedanken», sagte Sahin laut Vereinsmitteilung. «Auf meine Aufgabe beim BVB freue ich mich sehr. Wir werden vom ersten Tag an mit viel Energie und großer Leidenschaft alles dafür tun, um den maximal möglichen Erfolg zu haben».

Sahin hat als Spieler mehr als 200 Spiele für den BVB bestritten. Als Trainer hat er – wie schon sein Vorgänger Terzic bei seinem Amtsantritt – wenig Erfahrung auf der Bank. Sahin soll einen Neuanfang starten und den Champions-League-Finalisten auch in der Bundesliga zurück auf die Erfolgsspur bringen.

Terzic bat um Vertragsauflösung

Die Suche nach einem Nachfolger für Terzic, der den Tabellenfünften um die sofortige Auflösung seines bis 2025 datierten Vertrags gebeten hatte, fiel den Clubbossen wesentlich leichter als zuletzt dem FC Bayern die Suche nach einem neuen Coach. Schließlich galt Sahin seit seiner Rückkehr nach Dortmund im vergangenen Januar als Schattentrainer und machte nie einen Hehl aus seinen Ambitionen, irgendwann einmal beim BVB als Chefcoach zu arbeiten. Dass der Wunsch des bisherigen Terzic-Assistenten so schnell in Erfüllung geht, war allerdings nicht geplant.

Wie sein Vorgänger, der in Menden geboren wurde, stammt der Lüdenscheider aus der Nähe von Dortmund. In der Revierstadt hat er einen guten Ruf. Sahin sammelte von 2021 bis 2023 erste Erfahrungen als Trainer im Profibereich beim türkischen Erstligisten Antalyaspor.

Kaderumbau geplant

Gemeinsam mit dem neuen Sportchef Lars Ricken, Sportdirektor Sebastian Kehl und Kaderplaner Sven Mislintat plant der 52-malige türkische Nationalspieler, der für den BVB, Real Madrid, den FC Liverpool, Werder Bremen und Antalyaspor gespielt hat, einen Kaderumbau. Das Ziel ist es, zur ursprünglichen DNA der Borussia zurückzukehren und attraktiveren Offensivfußball zu spielen. Dabei könnte der Stuttgarter Torjäger Serhou Guirassy, neben vielen anderen geplanten Neuzugängen, dazu beitragen, da der BVB angeblich in vielversprechenden Verhandlungen mit ihm steht.

«Er hat sich in den vergangenen Jahren engagiert auf eine Trainerlaufbahn vorbereitet, wird seine neue Aufgabe mit viel Hingabe wahrnehmen und unsere Mannschaft weiterentwickeln», sagte Ricken. «Als ehemalige Mitspieler werden wir vertrauensvoll und ambitioniert zusammenarbeiten. Nuri kennt den Verein, seine Mitarbeiter und die BVB-DNA sowohl als Spieler als auch als Co-Trainer. Wir sind überzeugt davon, dass Nuri der richtige Trainer für uns ist.»

dpa