Nächster Rückschlag für den VfB Stuttgart. Eine Woche nach der Schlappe in Mönchengladbach gibt es auch beim 0:1 in Bochum keine Punkte. Für Gesprächsstoff sorgt zudem die lange Halbzeitpause.
Nächster Rückschlag für den VfB: 0:1 in Bochum

Der VfB Stuttgart hat seine Serie an sieglosen Spielen ohne Torjäger Serhou Guirassy fortgeführt. Trotz des Fehlens des guineischen Nationalspielers blieben die Schwaben auch beim vierten Versuch torlos und verloren mit 0:1 (0:0) gegen den VfL Bochum.
Wie bereits in der vorherigen Woche bei der Niederlage in Mönchengladbach (1:3) fehlte es dem Team von Trainer Sebastian Hoeneß erneut an Durchschlagskraft. Der Treffer von Matus Bero (50. Minute) führte zu einem weiteren Rückschlag für den Tabellendritten vor 26.000 Zuschauern im Vonovia Ruhrstadion.
Der VfL bestätigte jedoch seinen Ruf als starkes Team zu Hause und machte Fortschritte in Bezug auf den Klassenverbleib. Zum sechsten Mal in Folge gab es vor heimischem Publikum keine Niederlage.
Lange Halbzeitpause sorgt für Gesprächsstoff
Die lange Halbzeitpause sorgte für viele Diskussionen. Aufgrund der Tatsache, dass Gästefans Fluchttore und Rettungswege mit Zaunfahnen blockiert hatten, entschied Schiedsrichter Bastian Dankert, die Partie erst nach etwa einer Stunde fortzusetzen.
«Serhou ist enorm wichtig für uns als Mannschaft, hat häufig das erste Tor gemacht. Aber er ist nicht da, deshalb hilft es uns nicht, so viel über ihn zu sprechen. Wir sind auch mit den Jungs in der Lage, Spiele zu gewinnen», sagte Hoeneß bei Sky vor der Partie in der Hoffnung auf ein Ende der Negativserie. Die Zuversicht des Trainers schien berechtigt.
Ohne Guirassy, Silas, Woo-yeong Jeong und Hiroki Ito startete der VfB besser. Schon in den ersten Minuten hatte Deniz Undav (5., 10.) zwei Chancen, um in Führung zu gehen. Beim ersten Versuch scheiterte der Stürmer am VfL-Torhüter Manuel Riemann, beim zweiten Versuch köpfte er den Ball nach einer Flanke von Josha Vagnoman neben das Tor.
Bochum ohne Schlotterbeck und Stöger
Im Gegensatz dazu brauchten die Bochumer, die kurzfristig auf Keven Schlotterbeck und Kevin Stöger verzichten mussten, mehr Zeit, um in Fahrt zu kommen. Wie häufig kämpften sie sich in das Spiel hinein und machten es dem stärkeren Gegner mit leidenschaftlichen Zweikämpfen schwer. Daher entwickelte sich zunehmend ein unstrukturiertes Spiel mit wenigen durchdachten und beeindruckenden Kombinationen.
Es dauerte lange, bis sowohl der VfL als auch der VfB eine vielversprechende Annäherung ans Tor gelang. Mit einer hohen Fehlpassquote auf beiden Seiten spielte sich das Geschehen größtenteils im Mittelfeld ab. Erst in der 37. Minute stieg der Unterhaltungswert, als Undav eine Freistoßflanke von Angelo Stiller mit dem Außenrist knapp über das Tor beförderte. Bis zur Halbzeit hatten die Bochumer kaum Möglichkeiten und beschränkten sich größtenteils auf die Defensivarbeit.
VfL rettet knappe Führung über die Zeit
Nach der ungewöhnlich langen Pause waren es dieses Mal die Bochumer, die schneller in Fahrt kamen. Die erste Torchance führte direkt zur Führung. Nachdem er ein Laufduell gegen Dan-Axel Zagadou gewonnen hatte, beförderte Bero den Ball aus acht Metern ins Netz.
Dieser Treffer hat das Spiel enorm belebt. Die Gäste, die jetzt aktiver waren, kamen bei zwei Möglichkeiten durch Jamie Leweling (58.) und Angelo Stiller (61.) dem schnellen Ausgleich nahe. Der Druck auf das Bochumer Tor nahm von Minute zu Minute zu. Trotzdem blieb der VfL bei Kontern gefährlich. Allerdings verfehlte Bero das Tor knapp in der 81. Minute. In der hektischen Schlussphase rettete der Revierclub die knappe Führung mit Glück und Geschick über die Zeit.








