Welche Elf läuft am 14. Juni in München gegen Schottland zum EM-Start auf? In den ersten vier Länderspielen hat der Bundestrainer 27 Akteure eingesetzt.
Nagelsmanns EM-Puzzle: 27 Probanden in vier Länderspielen

Julian Nagelsmann hat für das EM-Jahr weitere personelle Anpassungen bei der Zusammenstellung des Nationalmannschafts-Kaders angekündigt. Der Bundestrainer will auf dem Weg zum Heim-Turnier vermehrt Akteure mit einem Fokus auf die Abwehrarbeit berücksichtigen, unter anderem mit «einem Sechser-Block, der defensiv denkt».
Manuel Neuer kehrt ins Tor zurück, Joshua Kimmich geht nach rechts hinten, Ilkay Gündogan nimmt eine offensivere Mittelfeldposition ein und möglicherweise gibt es ein DFB-Comeback von Toni Kroos: Diese Änderungen im Personal wurden von Nagelsmann (36) nach den Niederlagen zum Jahresabschluss gegen die Türkei (2:3) und in Österreich (0:2) mehr oder weniger deutlich angekündigt.
EM-Gegner: Schottland, Ungarn und die Schweiz
«Es gibt keine Radikalkur», sagte der Bundestrainer noch nach der Auslosung der EM-Gruppen. Schottland, Ungarn und die Schweiz sind die DFB-Gegner. 27 Akteure testete Nagelsmann in den ersten vier Länderspielen, von denen nur das gegen die USA gewonnen wurde. Sieben Profis kamen stets zum Einsatz.
Die Verteidiger Jonathan Tah (Bayer Leverkusen) und Antonio Rüdiger (Real Madrid) waren die einzigen, die die gesamten 360 Spielminuten auf dem Platz standen. Der Dortmunder Niclas Füllkrug war mit drei Toren der erfolgreichste Torschütze. Sein Teamkollege Mats Hummels (35) feierte unter Nagelsmann ein überraschendes Comeback in der deutschen Nationalmannschaft.
Wenig Zeit, aber große Auswahl
Als Nationaltrainer habe man wenig Trainingszeit mit der Mannschaft, sagte der Nachfolger von Hansi Flick. Der Vorteil wiederum sei, «dass man sich den Kader immer wieder neu zusammenstellen kann. Da kann man den größten Einfluss nehmen als Trainerteam».
Der Bundestrainer hat noch vier weitere Länderspiele im März gegen Frankreich und die Niederlande sowie in der unmittelbaren Vorbereitung im Juni gegen noch nicht benannte Gegner, um die EM-Elf für das Auftaktspiel gegen Schottland am 14. Juni in München zu finden und einzuspielen. Leroy Sané, der Angreifer aus München, wird aufgrund seiner Roten Karte gegen Österreich vorerst aufgrund einer Sperre nicht zur Verfügung stehen.








