Die besten deutschen DEL-Scorer fehlen im deutschen Olympia-Eishockeyteam, während NHL-Topstars wie Draisaitl und Stützle auflaufen.
Deutsches Olympia-Eishockeyteam ohne DEL-Scorer, perfekte NHL-Besetzung

Das optimalste deutsche Olympia-Eishockeyteam mit sämtlichen NHL-Superstars ist komplett. Jedoch fehlen bei dem ersten olympischen Aufeinandertreffen der Weltstars aus der nordamerikanischen Liga seit 2014 die besten deutschen DEL-Torschützen.
Beim bevorstehenden olympischen Winterspielen in Mailand werden Weltklasse-Profis wie Leon Draisaitl, Tim Stützle, Moritz Seider und Philipp Grubauer erstmals gemeinsam für das Nationalteam spielen, während einige DEB-Größen der vergangenen Jahre fehlen werden.
«Wir werden die beste Mannschaft aller Zeiten haben. Aber die Gegner eben auch. Es ist ein guter Gradmesser für das deutsche Eishockey», sagte Stürmer Nico Sturm von Minnesota Wild – einer von neun Nordamerika-Profis, die bei Olympia dabei sind.
Mit dem Fehlen von Daniel Fischbuch (Mannheim) und Marcel Noebels (Berlin) fehlen zwei Vize-Weltmeister von 2023. Ebenso wurden die Topstürmer Leo Pförderl (Berlin) und Yasin Ehliz (München) – beide Olympia-Silbermedaillengewinner von 2018 – nicht berücksichtigt. Stattdessen ist mit dem ehemaligen NHL-Stürmer Tobias Rieder (München) erstmals seit 2022 wieder ein prominenter Profi im Kader für ein großes Turnier.
Risiko bei Nominierung von Wissmann
Bundestrainer Harold Kreis geht mit der Nominierung von Kai Wissmann das größte Risiko ein, da dieser aufgrund einer Achillessehnenverletzung seit Monaten fehlt. Der Verteidiger der Eisbären Berlin, der bisher entgegen der Erwartungen von Kreis noch nicht spielen kann, soll jedoch in den kommenden Wochen in der DEL zum Einsatz kommen.
Obwohl unklar ist, ob Wissmann rechtzeitig in Form kommt, empfahl der Deutsche Eishockey-Bund dem Deutschen Olympischen Sportbund, der die Nominierung offiziell am 20. Januar vornimmt, Wissmann für den Kader. «Wir sind überzeugt davon, dass die angeschlagenen Spieler noch vier, fünf Spiele bekommen, bevor wir ins Trainingslager gehen», sagte Kreis dazu. Vom 31. Januar bis 7. Februar bereitet sich das Männerteam in Bozen noch ohne die NHL-Profis auf Olympia vor.
Im Frauen-Team, das nach zwölf Jahren auf die Olympia-Bühne zurückkehrt, sticht die erst 16 Jahre alte Mathilda Heine von den Eisbären Juniors Berlin heraus. Angeführt wird das Team von Bundestrainer Jeff MacLeoad von Kapitänin Daria Gleißner (Memmingen). Die Verteidigerin war als einzige aus dem aktuellen Kader bereits für Sotschi 2014 nominiert, spielte damals aber wegen einer Verletzung nicht. Bei den Frauen sind sieben in Nordamerika aktive Spielerinnen dabei, darunter drei aus der dortigen Frauen-Profiliga PWHL.








