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Union Berlin gewinnt wichtigen Heimsieg im Abstiegskampf

Der 1. FC Union Berlin hat im ersten Spiel ohne seinen gesperrten Cheftrainer Nenad Bjelica einen wichtigen Heimsieg im Abstiegskampf eingefahren. Die Köpenicker schlugen den Bundesliga-Tabellenletzten SV Darmstadt 98 im Stadion An der Alten Försterei 1:0 (0:0) und vergrößerten ihren Vorsprung auf Relegationsrang 16 auf fünf Punkte.

Die Union-Spieler feiern den Sieg gegen Darmstadt 98.
Foto: Andreas Gora/dpa

Im Abstiegskampf konnte der 1. FC Union Berlin im ersten Spiel ohne den gesperrten Cheftrainer Nenad Bjelica einen bedeutenden Heimsieg erringen.

Die Berliner Mannschaft Köpenicker gewann das Spiel gegen den Bundesliga-Tabellenletzten SV Darmstadt 98 im Stadion An der Alten Försterei mit einem Ergebnis von 1:0 (0:0). Dadurch erhöhten sie ihren Vorsprung auf Relegationsrang 16 auf fünf Punkte. Benedict Hollerbach war mit seinem Tor in der 62. Minute der entscheidende Spieler für die Berliner.

Damit dürfte auch der Druck auf Bjelica, der nach seinen aufsehenerregenden Handwischern gegen Bayern Münchens Nationalspieler Leroy Sané noch zwei weitere Partien fehlt, vorerst kleiner werden. Der Kroate verfolgte das Spiel aus einer Loge im Stadion und wurde an der Seitenlinie von Assistent Danijel Jumic vertreten. Co-Trainerin Marie-Louise Eta übernahm die Medienaufgaben rund um das Spiel. Für die 32-Jährige gab es vor der Partie besonders lauten Applaus, doch auch Bjelica wurde mit dem in Köpenick üblichen «Fußballgott» begrüßt.

Nach einer langen Durststrecke in der ersten Hälfte der Saison hat Union seine Heimstärke wiederentdeckt. Die letzten drei Ligaspiele in der Alten Försterei wurden siegreich bestritten. Darmstadt konnte auch im zwölften aufeinanderfolgenden Bundesligaspiel keinen Sieg verbuchen und hat nun einen Rückstand von sechs Punkten auf Union. Die Konkurrenz aus Köln und Mainz ist jedoch weiterhin in Reichweite.

Bjelicas unsportliches Verhalten gegen Sané hatte den Berlinern in der vergangenen Woche unnötige Unruhe bereitet und seine eigene Position im Club geschwächt. Im Interview mit DAZN vor dem Spiel vermied Geschäftsführer Oliver Ruhnert ein eindeutiges Bekenntnis zum Kroaten, der erst seit Ende November im Amt ist. Allerdings lehnte er Spekulationen, wonach einige Spieler nach dem Vorfall nicht mehr mit dem Trainer zusammenarbeiten wollen, klar ab.

Vor dem Spiel gab es jedoch auch gute Nachrichten für die Köpenicker: Torwart Frederik Rönnow verlängerte am Sonntag seinen Vertrag. Die Partie wurde von erneuten Protesten gegen die Investoren-Pläne der Deutschen Fußball Liga begleitet.

In der ersten Halbzeit war das Spiel auf dem Rasen zäh. Die Gastgeber waren aktiver, aber besonders beim letzten Zuspiel ungenau. Erst gegen Ende der Hälfte gab es eine gewisse Gefahr vor dem Tor. Lucas Tousart köpfte den Ball nach einer Ecke aus einer guten Position über das Darmstädter Tor (34.).

Kurz danach distanzierte sich Kevin Behrens gut von seinem Gegenspieler. Der Schuss des zuvor erfolglosen Berliner Stürmers ging weit über das Tor (35.). Julian Justvan köpfte für die Hessen den Ball nach einer Vorlage von Union-Leihgabe Tim Skarke ans Außennetz (39.). Kurz nach dem Wiederanpfiff vergab Hollerbach nach einem Fehlpass der Gäste die Chance alleine vor Darmstadt-Keeper Marcel Schuhen (48.).

Beim nächsten Versuch gelang es dem 22-Jährigen dann, nach einem Pass von Andras Schäfer, besser. Der Angreifer erzielte sein drittes Saisontor und kommt erst unter Bjelica wirklich zum Zug. Der Kroate wirkte erleichtert auf der Tribüne. In der 76. und 84. Minute verpasste Behrens das 2:0. Klaus Gjasula hatte den Ausgleich auf dem Kopf (79.).

dpa