Der Vizemeister muss sich mit einem 0:0 zufriedengeben und verpasst den Sprung auf den dritten Platz. Personell geschwächt fehlt die Durchschlagskraft gegen den Aufsteiger.
Borussia Dortmunds Aufholjagd erhält Dämpfer gegen Heidenheim

Die Aufholjagd von Borussia Dortmund in der Fußball-Bundesliga erlitt einen Rückschlag nach einem Auftritt ohne spielerischen Glanz. Wie im Hinspiel musste sich der Vizemeister beim 0:0 mit nur einem Punkt gegen den heimstarken Aufsteiger 1. FC Heidenheim zufriedengeben.
Obwohl der BVB zum sechsten Mal in Folge ungeschlagen blieb, konnte die personell geschwächte Mannschaft von Edin Terzić den vorübergehenden Sprung auf den dritten Platz in der Tabelle nicht schaffen. Bereits beim 2:2 im ersten Aufeinandertreffen hatte Dortmund trotz einer 2:0-Pausenführung wichtige Punkte im Kampf um die angestrebten Champions-League-Plätze verschenkt.
Die Borussia hatte Schwierigkeiten gegen die Heidenheimer, die zum siebten Mal in Folge ungeschlagen waren, ohne Winter-Neuzugang Jadon Sancho, der aufgrund von muskulären Problemen aussetzen musste, und die erkrankt fehlenden Marco Reus, Julian Brandt und Gregor Kobel. Über weite Strecken fehlte die Durchschlagskraft. Einmal erkannte der BVB eine Lücke in der mit 15.000 ausverkauften Voith-Arena, aber Donyell Malens Treffer wurde aufgrund einer Abseitsstellung nicht anerkannt (26. Minute).
Heidenheim verteidigt kompakt und ist gefährlich
FCH-Coach Frank Schmidt hatte im Vorfeld des zweiten Heidenheimer Freitagabend-Spiels der Bundesliga-Historie eine große Vorfreude bei sich und seiner Mannschaft verspürt. «Garniert mit Flutlicht auf dem Schlossberg ist das ein echtes Highlight. Aber wir wollen nicht zu große Augen machen», hatte er gesagt und von seinem Team eine hohe Intensität und wenig Fehler in der Vorwärtsbewegung verlangt. Seine Mannschaft kam der Forderung nach, startete mutig und trieb stattdessen Salih Özcan zu einem beinahe folgenschweren Fehlpass. Allerdings schoss Tim Kleindienst am leeren Tor vorbei (14.).
Von den Gästen kam gegen die kompakt verteidigenden und immer wieder lauernden Heidenheimer lange Zeit wenig. Sie präsentierten sich ohne kreative Einfälle und mit vielen Fehlern. Erst nach 26 Minuten wurde es zum ersten Mal gefährlich – und wie: Malen startete nach einem feinen Zuspiel und schoss den Ball ins Netz. Allerdings wurde das vermeintliche 1:0 vom Videoschiedsrichter zurückgenommen.
Trotzdem: Nun zeigten die Offensivaktionen des BVB etwas mehr Entschlossenheit. Jamie Bynoe-Gittens, der einzige Spielerwechsel im Vergleich zum 3:1-Sieg gegen den VfL Bochum, testete Kevin Müller aus der Ferne. Auch der Nationalspieler Niclas Füllkrug, der erneut mit Youssoufa Moukoko eine Doppelspitze bildete, konnte den Torhüter des FCH nicht überwinden.
Terzić-Akzente ohne Wirkung
Auch nach der Halbzeitpause blieben Malen und Bynoe-Gittens die auffälligsten Spieler von Borussia. Malen holte mit seinem ersten Schuss eine Ecke heraus. Danach versuchte der Ersatzspieler für Sancho einen Fallrückzieher, aber Müller war erneut zur Stelle (57.).
Terzić reagierte und nahm drei Wechsel vor. Die Partie war jedoch auch danach nicht besser anzuschauen, da sich der Bundesliga-Neuling Heidenheim im Rahmen seiner Möglichkeiten bewegte und dank einer großen Einsatzbereitschaft den Punkt verdiente. Sie setzten selbst immer wieder Nadelstiche. In der Schlussphase bewies Keeper Müller bei einem Schuss von Füllkrug (86.) seine Zuverlässigkeit.








