Für die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft gibt es am zweiten Tag der Eishockey-Weltmeisterschaft gleich zwei Rückschläge. Dazu zittert Deutschland um einen angeschlagenen NHL-Profi.
Ohne Sturm: DEB-Team gegen USA chancenlos

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat bei der Weltmeisterschaft zwei Niederlagen hinnehmen müssen. Der Vizeweltmeister verlor sein zweites Gruppenspiel in Ostrava gegen die USA mit 1:6 (0:2, 1:2, 0:2).
Noch schlimmer als die erste Niederlage im Turnier ist ein möglicher Ausfall von NHL-Profi Nico Sturm. Der Stürmer der San José Sharks war verletzt abwesend.
Neben Sturm waren am Tag nach dem spektakulären 6:4 gegen die Slowakei auch Maksymilian Szuber und Fabio Wagner nicht verfügbar. Es ist unklar, ob und wie lange das Trio ausfallen wird. Lukas Reichel hat bisher auch noch nicht gespielt. Der 21-jährige NHL-Stürmer der Chicago Blackhawks stieß erst am Freitagabend zur Mannschaft und wird voraussichtlich erstmals am Montag gegen Schweden für das deutsche Eishockey-Team auf dem Eis stehen.
Individuelle Klasse der USA zu hoch
Kreis verzichtete nach dem ersten Spiel freiwillig auf Keeper Philipp Grubauer von den Seattle Kraken. Trotzdem hat die DEB-Auswahl mit Mathias Niederberger einen guten Ersatz. Der Torhüter vom EHC Red Bull München wurde von den US-Amerikanern gleich zu Beginn mehrfach gefordert. Die erste große Chance zur Führung vergab jedoch Deutschland: Ein Schuss von Wojciech Stachowiak prallte an den Pfosten (8.).
Die US-Amerikaner, die mit 19 NHL-Spielern gespickt waren, ließen sich nicht von der guten Phase der Deutschen verunsichern. Brady Tkachuk von den Ottawa Senators fälschte einen Schuss von Michael Kesselring unhaltbar für Niederberger zum 0:1 ab (13.).
Der deutsche Torhüter war auch danach immer wieder präsent, jedoch konnte er gegen die individuelle Klasse der US-Boys nichts ausrichten. Mit einer herausragenden Einzelleistung erhöhte Kesselring von den Arizona Coyotes für das Star-Ensemble (18.). Das Team von Trainer John Hynes enttäuschte weiterhin beim WM-Auftakt mit einem 2:5 gegen Schweden.
3000 deutsche Fans in Ostrava
Wie im ersten Durchgang versäumte das DEB-Team erneut, die vorhandenen Chancen zu nutzen. Der US-Abwehrspieler Alex Vlasic konnte nach mehreren deutschen Versuchen auf der Linie klären, der Nachschuss von Jonas Müller aus Berlin landete am Pfosten (24.). Yasin Ehliz scheiterte kurz darauf an Trey Augustine. Der 19-jährige Spieler der Michigan State University ersetzte den angeschlagenen Lyon im US-Team.
Nach dem 0:3 durch Johnny Gaudreau sah alles nach einem klaren amerikanischen Erfolg aus (33.). Doch Ehliz konnte nur zwei Minuten später mit seinem ersten Turniertor verkürzen. «Jetzt geht’s los», sangen die rund 3000 deutschen Fans in Ostrava. Drei Sekunden vor Ende des zweiten Drittels trafen allerdings wieder die Amerikaner: Luke Hughes erzielte das 1:4.
Im letzten Abschnitt konnte das deutsche Team nichts mehr hinzufügen. Die US-Boys zeigten ihre Klasse, Trevor Zegras (51.) und Michael Eyssimont (53.) sorgten für den Endstand.








