Ole Werner ist nicht mehr Trainer von RB Leipzig. Nach einem Jahr und der Qualifikation für die Champions League hat der Klub die Entscheidung zur Trennung aufgrund inhaltlicher Bedenken getroffen. Martin Demichelis wird als möglicher Nachfolger gehandelt.
Ole Werner: Ein Jahr Trainer bei RB Leipzig – Was nun?

Ole Werner ist nicht mehr Cheftrainer von RB Leipzig. Der Verein gab am Mittwoch bekannt, dass der 38-Jährige von seinen Aufgaben entbunden wurde, nachdem er lediglich ein Jahr im Amt war.
Spekulationen über die Trennung
Bereits seit mehreren Wochen wurde über eine mögliche Trennung spekuliert. Diese Gerüchte bestätigte der Verein nun offiziell, indem er die Entscheidung zur Entlassung von Werner bekanntgab. Für die Nachfolge wird der Argentinier Martin Demichelis gehandelt, jedoch gibt es bislang keine offizielle Bestätigung von Seiten des Vereins.
Analyse der vergangenen Saison
Marcel Schäfer, Geschäftsführer Sport bei RB Leipzig, erklärte:
„Wir haben die abgelaufene Saison in den vergangenen Tagen noch einmal intensiv und abschließend analysiert. Am Dienstagabend haben wir dann den Beschluss gefasst, die Position des Cheftrainers neu zu besetzen.“
Diese Analyse scheint die Basis für die Entscheidung zur Trennung gewesen zu sein.
Erforderliche Veränderungen
Schäfer betonte, dass für die bevorstehenden Herausforderungen eine inhaltliche Weiterentwicklung sowie eine „veränderte Herangehensweise“ erforderlich seien. Berichten zufolge soll es in den letzten Monaten Bedenken bezüglich der Kommunikation und der sportlichen Strategie gegeben haben. Insbesondere das Verhältnis zu Jürgen Klopp, dem Head of Global Soccer bei RB, soll sich verschlechtert haben.
Klopp äußert sich zur Trennung
Jürgen Klopp rechtfertigte die Entscheidung am Abend und sagte:
„Ole hat einen Klasse-Job gemacht. Wir haben uns für die Champions League qualifiziert. Aber wir müssen auch zeitgleich nach vorn gucken.“
Klopp erklärte, dass das Team über die künftigen Belastungen nachgedacht habe und man in Leipzig zu dem Entschluss kam, einen Wechsel vorzunehmen.
Sportliche Bilanz von Ole Werner
Die Entlassung von Werner kommt überraschend, da er RB Leipzig in die Champions League geführt hat. Trotz eines Umbruchs und namhaften Abgängen wie Xavi Simons, Lois Openda und Benjamin Sesko hatte er mit seiner Mannschaft den dritten Platz hinter Bayern München und Borussia Dortmund erreicht. Mit 65 Punkten verfehlte das Team den eigenen Bundesliga-Rekord nur um zwei Zähler.
Nachfolger im Gespräch
Die Suche nach einem neuen Trainer wurde anscheinend bereits „heimlich“ vorangetrieben. Martin Demichelis, der zuletzt mit Real Mallorca aus der spanischen La Liga abgestiegen ist, wird als möglicher Kandidat gehandelt. Obwohl er 2023 River Plate zur Meisterschaft führte, kann er bislang keine nennenswerten Erfolge in Europa vorweisen.
Schäfers Rolle und Einfluss von Klopps Team
Marcel Schäfer hatte ursprünglich eine zeitnahe Vertragsverlängerung mit Werner angestrebt, ruderte jedoch zurück und verwies auf die ausstehende Analyse der Saison. Diese endete nun mit einer für Werner unerwarteten Entscheidung. Der Verein hatte im Sommer 2025 rund zwei Millionen Euro an Werder Bremen gezahlt, um Werner zu verpflichten, in der Hoffnung auf eine langfristige Zusammenarbeit.
Verschiedene Einflussfaktoren
Die Entscheidung für einen Trainerwechsel scheint auch von Klopps globalem Team und Experten wie Mario Gomez und Jürgen Kramny beeinflusst worden zu sein. Es wird berichtet, dass die Chefs von RB Leipzig mit der Champions-League-Teilnahme große Ambitionen verfolgen und die Verantwortlichen Bedenken bezüglich der Entwicklung unter Werner hatten.
Ole Werner führte RB Leipzig zurück in die Champions League, doch die Erwartungen der Vereinsführung scheinen in der Analyse der Saison nicht erfüllt worden zu sein.
Quellen: tagesschau
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