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Openda und Alu-Glück: Leipzig macht es in Freiburg deutlich

Leipzig bejubelt in Freiburg einen souveränen 4:1-Sieg. Dadurch gehört RB weiter zur Spitzengruppe, der Sport-Club kassiert dagegen die zweite Heimniederlage nacheinander.

RB Leipzig gewann nach einem überzeugenden Auftritt deutlich beim SC Freiburg.
Foto: Philipp von Ditfurth/dpa

RB Leipzig hat dank eines Blitzstarts seine Champions-League-Ambitionen untermauert. Die Sachsen haben mit 4:1 (3:0) gegen den SC Freiburg in der Fußball-Bundesliga gewonnen und sind weiterhin Teil der Spitzengruppe. Freiburg hat mit 36 Punkten langsam die erneute Qualifikation für den Europapokal aus den Augen zu verlieren.

Im Verlauf eines weitgehend einseitigen Spiels brachte Amadou Haidara die Leipziger vor 33.200 Zuschauern nach etwas mehr als einer Minute in Führung. Diese bauten Loïs Openda (18./44.) und Benjamin Sesko (54.) aus. Vom Sport-Club, der gegen die fünf bestplatzierten Mannschaften der Liga bisher erst einen Punkt holen konnte, kam zu wenig. Lucas Höler, der einen Handelfmeter an die Latte setzte, blieb der zwischenzeitliche Anschlusstreffer noch verwehrt (41.). Nach dem Seitenwechsel traf der eingewechselte Vincenzo Grifo (59.).

«Nur wenn wir an die absolute Grenze gehen, haben wir eine Chance», hatte Freiburgs Trainer Christian Streich vor der Partie gesagt. Seine Mannschaft hatte jedoch von Beginn an große Probleme und wurde dann auch noch überrumpelt. Nach einer Hereingabe von Openda verlor Merlin Röhl seinen Gegenspieler aus den Augen. Der zuletzt gesperrt fehlende Haidara – einer von zwei neuen Spielern in Leipzigs Startelf – nutzte seine Freiheiten aus.

Starke Partie von Openda 

Die Gäste zeigten am zweiten Leipziger Tor ihre Konterstärke, die sie zu einem der besten Teams der Liga macht. Vor dem Spiel hatte RB bereits elf Treffer nach Kontern erzielt. Openda legte einen weiteren Treffer nach. Diesmal konnte Verteidiger Lukas Kübler im Laufduell nicht überzeugen.

Das Spiel lief nur in Richtung des Freiburger Torwarts. In der 24. Minute konnte sich dann aber auch Noah Atubolu mal auszeichnen. Gegen Openda behielt der U21-Nationaltorhüter die Oberhand. Rose hatte seine Mannschaft offensichtlich gut eingestellt. «Wir wissen, was in Freiburg auf uns wartet: Ein hohes Maß an Energie, Physis, Intensität, Körperlichkeit und Zweikämpfen. Das ist die Basis, wenn man in Freiburg, oder grundsätzlich gegen Freiburg bestehen möchte», hatte er gesagt.

Die geforderten Grundtugenden wurden von den Gästen gezeigt und Haidara, Openda und Xavi Simons glänzten in der Offensive mit feinen Kombinationen. Zudem leisteten sich die Gastgeber kapitale Schnitzer: Beim 0:3 profitierte Openda von einer unglücklichen Aktion von Yannik Keitel.

Grifo gelingt der Ehrentreffer

Wenig später hatte sich der Videoassistent Sascha Stegemann eingeschaltet und ein Handspiel des Doppeltorschützen gemeldet. Schiedsrichter Daniel Siebert entschied auf Elfmeter, den Höler verschoss – es passte in das unglückliche Bild, das die Freiburger in der ersten Halbzeit abgaben.

Streich reagierte mit einer Änderung des Systems und zwei Wechseln. Den Gastgebern half das jedoch nicht. RB ließ es zwar etwas ruhiger angehen, behielt aber die Kontrolle und erzielte durch Sesko das 4:0. Anstatt einzugreifen, ließen die SC-Verteidiger ihre Gegner gewähren. Die Freiburger gaben jedoch trotz ihrer fast aussichtslosen Situation nicht auf und erzielten durch den eingewechselten Grifo ihren einzigen Treffer an diesem Nachmittag.

Es wurde nun hitziger. Nach einem Streit mit Xaver Schlager erhielt Höler seine fünfte Gelbe Karte und ist daher für das Auswärtsspiel gegen den Aufsteiger Darmstadt 98 gesperrt. Die Emotionen hatten jedoch keinen Einfluss mehr auf den Spielstand – auch weil Roland Sallai per Kopf an der Latte scheiterte (75.).

dpa