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Paris Saint-Germain gewinnt Europäischen Supercup gegen Tottenham Hotspur

PSG holt fünften Titel des Jahres nach dramatischem Elfmeterschießen, trotz 0:2-Rückstand.

Tottenhams Mohammed Kudus (l) kämpft mit dem Pariser Nuno Mendes um den Ball.
Foto: Massimo Paolone/LaPresse via ZUMA Press/dpa

Der Champions-League-Sieger Paris Saint-Germain hat in diesem Jahr bereits den fünften Titel geholt. Trotz eines 0:2-Rückstands konnten die Franzosen das europäische Supercup-Finale gegen den Europa-League-Gewinner Tottenham Hotspur noch mit 4:3 nach Elfmeterschießen (2:2, 0:1) gewinnen.

Seit Anfang des Jahres hatte PSG bereits das Triple aus französischer Meisterschaft, Pokal und Supercup sowie im Mai in München auch den ersehnten Champions-League-Pokal geholt. Nur das Endspiel der Club-WM ging im Juli gegen Tottenhams Stadtrivalen FC Chelsea verloren.

Am Mittwochabend verhinderten zwei späte Tore von Kang-In Lee (85.) und Goncalo Ramos (90.+4) eine weitere Finalniederlage. Diese Tore retteten den Favoriten nach den Treffern von Micky van de Ven (39.) und Cristian Romero (48.) überhaupt erst ins Elfmeterschießen.

Ex-Bundesliga-Profis verschießen

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Der Fokus lag besonders auf dem neuen Torwart des Champions-League-Siegers. Lucas Chevalier patzte zunächst beim Tor zum 0:2 schwer. Im Elfmeterschießen konnte er dann den Schuss des Niederländers van de Ven halten. Sein Trainer Luis Enrique gratulierte Chevalier nach dem Spiel sofort.

Dass der PSG-Coach in der Sommerpause die Verpflichtung des Franzosen und die Degradierung des bisherigen Stammkeepers Gianluigi Donnarumma durchsetzte, hatte vor dem Finale für großen Wirbel gesorgt. Der Italiener wurde für das Spiel in seiner Heimat aus dem Kader gestrichen und steht nun offenbar vor einem Wechsel zu Manchester City. «Wir sind immer noch geschockt über den Umgang von PSG mit Gigio», sagte sein Berater Enzo Raiola  wenige Stunden vor dem Anpfiff. 

Im Verlauf eines schwachen Spiels kontrollierte Paris wie erwartet den Ballbesitz deutlich. Allerdings hatten die Franzosen gegen die kompakte Fünfer-Abwehr von Tottenham mit Romero, van de Ven und dem ehemaligen Augsburger Kevin Danso lange Zeit große Schwierigkeiten.

In der 36. Minute vergab Topstürmer Ousmane Dembélé die einzige Großchance der ersten Halbzeit auf klägliche Weise. Die Engländer schafften es lange Zeit, den gefürchteten Hochgeschwindigkeits-Angriff der Pariser zu unterbinden.

Erst gegen Ende des Spiels erhöhte PSG den Druck. Tottenham zog sich zu weit zurück und blieb am Ende ohne Punkte.

dpa