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Patriots gewinnen erstes Playoff-Spiel seit Brady-Abschied

Der Super Bowl findet im Levi’s Stadium vor den Toren von San Francisco statt – auf dem Weg nach Hause werfen die 49ers den Titelverteidiger raus. Die Patriots jubeln erstmals seit sieben Jahren.

Ein Touchdown-Pass im ersten Playoff-Spiel reichte für den ersten Playoff-Sieg von Drake Maye (links).
Foto: Charles Krupa/AP/dpa

Die New England Patriots haben erstmals seit ihrem Super-Bowl-Sieg vor sieben Jahren – damals noch mit Tom Brady als Quarterback – wieder ein Playoff-Spiel in der NFL gewonnen. Gegen die Los Angeles Chargers holte das Football-Team um Bradys Nach-Nach-Nachfolger Drake Maye ein 16:3 und beendete eine Durststrecke für die lange so erfolgsverwöhnten Fans aus dem Großraum Boston. «Was ein Abend für die Abwehr», sagte Maye. «Großartiger Sieg, das hat Spaß gemacht.»

Maye erzielte in seinem ersten Playoff-Spiel nur einen Touchdown-Pass, führte jedoch sein Team überlegen gegen die Chargers an und wird nun entweder auf die Pittsburgh Steelers oder die Houston Texans treffen – auch dieses Spiel wird im Gillette Stadium stattfinden.

Die Patriots, die mit Brady den Super Bowl binnen 17 Jahren neun Mal erreicht und sechs Mal gewonnen hatten, waren in den vergangenen drei Jahren nicht einmal in den Playoffs vertreten. Weder Cam Newton noch Mac Jones konnten unter dem ehemaligen Erfolgs-Coach Bill Belichick an die Brady-Jahre anknüpfen. Die beiden Quarterbacks und Belichick sind mittlerweile Vergangenheit, die Verantwortung als Chefcoach trägt seit dieser Saison Ex-Profi Mike Vrabel – und Maye zählt dank einer starken Saison zu den Kandidaten für die Auszeichnung als wertvollster Spieler der Hauptrunde.

49ers werfen Titelverteidiger Eagles raus

In der NFC sind bereits alle Entscheidungen der Wildcard-Runde gefallen. Die San Francisco 49ers warfen Titelverteidiger Philadelphia Eagles mit einem knappen Sieg aus den NFL-Playoffs. Das 23:19 an der US-Ostküste beendete alle Hoffnungen Philadelphias auf eine Rückkehr in den Super Bowl – die 49ers können dagegen weiterhin von einem Heimspiel im Levi’s Stadium am 8. Februar träumen.

Die 49ers reisen am kommenden Wochenende zu den Seattle Seahawks, dem Team, das San Francisco letzte Woche den ersten Platz in der NFC und ein Freilos in der ersten Runde der Playoffs weggeschnappt hatte. Die Los Angeles Rams hingegen müssen zu den Chicago Bears und treten im Soldier Field an, um ins Conference-Finale einzuziehen.

Den Unterschied gegen die Eagles machte Christian McCaffrey, der im Schlussviertel zwei Touchdowns fing. «Unser Team kämpft. Wir nehmen es Tag für Tag und geben immer alles. Ob im Training oder im Spiel. Ich kann gar nicht genug Gutes sagen über dieses Team», sagte der 29 Jahre alte Profi der 49ers. «Wir haben uns auf jeden einzelnen Spielzug konzentriert, wir wussten, dass das ein Kampf über zwölf Runden wird. Nichts hat uns aus der Ruhe gebracht und wir haben uns gegenseitig vertraut.»

Trickspielzug der 49ers endet mit Touchdown

Sein erster Touchdown war besonders bemerkenswert, da er die 49ers wieder ins Spiel brachte. Obwohl das Team nie weit zurücklag, schienen die Eagles bis dahin die Kontrolle zu haben. Ein Trickspielzug, bei dem Jauan Jenkins statt Quarterback Brock Purdy den langen Pass auf McCaffrey warf, brachte nach dem 7:0 im ersten Viertel die Führung. Dadurch hatte San Francisco das Momentum auf seiner Seite. Leider verletzte sich Tight End George Kittle im ersten Viertel an der Achillessehne. Es ist unklar, ob er am nächsten Wochenende gegen Seattle spielen wird.

https://x.com/NFL/status/2010502066381443541?s=20
dpa