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Philipp Lahm übt scharfe Kritik an der Führung von Gianni Infantino in der FIFA.

Philipp Lahm übt in einem Gastbeitrag scharfe Kritik an FIFA-Präsident Gianni Infantino. Er hinterfragt die hohen Ticketpreise für die WM 2026 und bemängelt die enge Verbindung zu Machtpolitiker wie Donald Trump.

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Philipp Lahm kritisiert FIFA-Präsident Gianni Infantino scharf
Elena Ternovaja via Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)

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Philipp Lahm kritisiert Gianni Infantino scharf

In einem Gastbeitrag für eine Wochenzeitung äußert der frühere Nationalspieler Philipp Lahm deutliche Vorwürfe gegen den FIFA-Präsidenten Gianni Infantino. Lahm hebt hervor, dass Infantino enge Beziehungen zu politischen Machthabern pflegt und thematisiert die überhöhten Ticketpreise für die anstehende Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko.

Besonders alarmierend ist für den Weltmeister von 2014 die Verbindung zwischen Infantino und dem ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump. Er hegt den Verdacht, dass aus diesen Ämtern persönliche Vorteile abgeleitet werden. „Die WM wird verkauft. Das raubt dem Fußball Glaubwürdigkeit“, betont Lahm.

Ticketpreise und Spielerbelastung im Blickpunkt

Im Rahmen seines Beitrags spricht Lahm auch die hohen Ticketpreise an und kritisiert die FIFA scharf. Er bemängelt, dass der Fußballverband keinerlei transparenten Informationen zur tatsächlichen Nachfrage bereitstellt. Stattdessen wird auf ein dynamisches Preismodell zurückgegriffen, das die Ticketpreise unnötig in die Höhe treibt.

Zusätzlich thematisiert er die massive Belastung der Spieler, die durch die aufgeblähte Klub-Weltmeisterschaft noch verstärkt wird. Lahm weist darauf hin, dass der bereits vollgepackte Spielkalender durch ein weiteres Turnier über mehrere Wochen und unter extremen Temperaturen zusätzlich strapaziert wird.

Turnierrhythmus und Erweiterung des Teilnehmerfelds

Auch zum Turnierrhythmus der WM äußert sich der ehemalige Profi. Er fordert eine Rückkehr zum gewohnten Vier-Jahres-Rhythmus für die Weltmeisterschaft. Lahm argumentiert, dass ein solches Turnier angemessene Vorbereitungs- und Nachbereitungszeiten benötigt, um seine Wirkung nachhaltig entfalten zu können. Infantino hatte 2021 den Vorschlag gemacht, die WM alle zwei Jahre abzuhalten, doch aufgrund erheblichen Widerstands aus Europa und Südamerika wurde dieser Plan wieder fallengelassen.

Auf der positiven Seite steht für Lahm die Entscheidung, das Teilnehmerfeld von 32 auf 48 Mannschaften zu erweitern. Er sieht es als essentielle Aufgabe der FIFA, den Fußball global weiterzuentwickeln, was nur durch umfassende Teilhabe möglich sei, auch wenn dies in Kauf nehmen müsse, dass Qualitätsunterschiede entstehen.


Quellen: t-online, WM 2026: Philipp Lahm attackiert Gianni Infantino: „Die WM wird verkauft“ | Sport, Ex-Weltmeister wird deutlich: Lahm kritisiert Infantino: „Die WM wird verkauft“

Bildquelle: Elena Ternovaja via Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)

TS