Die Eintracht kann noch siegen: Nach sechs vergeblichen Anläufen gewinnen die Frankfurter mal wieder ein Pflichtspiel. Beim 2:1 in Heidenheim hilft auch der Rasen mit.
Platzfehler und Nkounkou: Frankfurter Sieglos-Serie endet

Eintracht Frankfurt hat unter Trainer Dino Toppmöller den Abwärtstrend gestoppt und nach sechs sieglosen Spielen wieder einen Sieg errungen.
Die Hessen gewannen in der Fußball-Bundesliga gegen den Neuling 1. FC Heidenheim mit 2:1 (1:0) und stärkten dank ihres ersten Sieges seit Ende Januar ihre Ambitionen im Europapokal. Das kuriose Führungstor durch ein Eigentor von Benedikt Gimber war ein Glücksfall für die Frankfurter aufgrund eines Platzfehlers (39. Minute). Niels Nkounkou erhöhte nach der Pause (49.), bevor Marvin Pieringer, der eingewechselt wurde, nach knapp einer Stunde für den FCH verkürzte.
Frankfurt festigt mit Sieg den sechsten Platz
In einem Spiel, das über weite Strecken durch ein niedriges Niveau und viele Fehlpässe gekennzeichnet war, konnte der personell geschwächte Aufsteiger vor 15.000 Zuschauern zwar mehr Kontrolle und bessere Möglichkeiten zeigen. Die Eintracht hatte nach dem Ausscheiden aus der Conference League und der schweren Knieverletzung von Sasa Kalajdzic dieses Mal jedoch das Glück auf ihrer Seite und festigte den sechsten Platz. Heidenheim befindet sich nach der zweiten aufeinanderfolgenden Heimniederlage weiterhin im Tabellenmittelfeld.
Nach sechs Minuten vergab Patrick Mainka, der aufgerückt war, die erste Chance für die Gastgeber, die ohne ihren besten Torschützen Jan-Niklas Beste auskommen mussten. Auch der US-amerikanische Nationalspieler Lennard Maloney war in dieser Saison zum ersten Mal nicht verfügbar. Trotzdem haben die Heidenheimer es gut gemacht.
Nach 20 Minuten wagten sich die Frankfurter zum ersten Mal nach vorne, als Nkounkou mit einer unglücklichen Hereingabe Torgefahr ausstrahlte. Kevin Müller hielt den Ball im zweiten Versuch fest und kurz darauf fand Omar Marmoush seinen Mitspieler Fares Chaibi nicht.
Die Gäste profitieren von einem kuriosen Tor
Aufgrund des mangelnden Erfolgs im strukturierten Spiel kam es zu einer skurrilen Szene: Gimber spielte einen Rückpass in Richtung Torwart Müller, ohne bedrängt zu werden. Der Ball sprang jedoch direkt vor dem Heidenheimer Torhüter auf und hüpfte über seinen Fuß ins Tor – eine glückliche Führung zur Halbzeit. Trotzdem ließ auch die zuletzt stark kritisierte Abwehr der Eintracht, die in den letzten sechs Spielen zwölf Gegentore hinnehmen musste, kaum etwas zu.
Nach der Halbzeit sorgte Eintracht zunächst für klare Verhältnisse. Nkounkou erhöhte mit dem ersten echten Schuss auf das Tor auf 2:0. Schmidt reagierte und brachte neue Spieler ins Spiel. Nach dem Anschlusstreffer von Pieringer keimte noch einmal Hoffnung auf. Letztendlich änderte sich jedoch nichts daran, dass Heidenheim auch im dritten Duell mit Eintracht den Kürzeren zog.
Der unglückliche Müller verhinderte mit einer Dreifach-Parade gegen Marmoush und Ansgar Knauff eine höhere Niederlage (70.). Die beste Gelegenheit zum Ausgleich vergab Jan Schöppner per Kopf nach einer Ecke (80.) und in der Nachspielzeit musste Trapp noch zweimal eingreifen.








